Bivsi Rana und ihre Eltern kehren nach Duisburg zurück!

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Felix Banaszak, ehemaliger Schülersprecher der Schule und Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Duisburg, und Stephan Kube, Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, waren bei Bivsi und ihrer Familie in Kathmandu, um bei Behördengängen zu helfen. (Foto: Felix Banaszak))
Duisburg: Steinbart-Gymnasium |

Nachdem das Auswärtige Amt die Visaanträge für Bivsi und ihre Eltern aktuell übermittelt hat, wurden diese umgehend durch die Stadt Duisburg bearbeitet. Die Rückkehr Bivsi Ranas - in Begleitung ihrer Eltern - erfolgt nun über ein „Schüleraustausch-Visum“. Im Anschluss kann Bivsi zum Zwecke eines Studiums oder einer Ausbildung dann einen entsprechenden Folgeantrag stellen. Somit ist der Weg zurück nach Duisburg für die Familie Rana frei.

Diese Nachricht übermittelt aktuell die Stadt Duisburg. Oberbürgermeister Sören Link sagt dazu: „Zunächst einmal freue ich mich, dass Bivsi und ihre Eltern nach Duisburg zurückkehren können. Viele Menschen haben sich dafür stark gemacht und vor allem das Engagement von Bivsis Mitschülern hat mich sehr beeindruckt. Mir fällt persönlich ein Stein vom Herzen, dass es uns gelungen ist, diese äußerst schwierige Situation zu lösen. Alle Beteiligten können nun optimistisch in die Zukunft schauen.“

Rückkehr erfolgt über „Schüleraustausch-Visum“

Link führt weiter aus: „Bei aller Freude über diese Einzelfallentscheidung sollten wir uns jedoch klar machen: bei der derzeitigen Rechtslage war die Abschiebung rechtmäßig. Das kann nicht richtig sein. Für die Zukunft muss der Bund endlich Gesetze schaffen, die Kommunen nicht dazu zwingen, Familien wie die Ranas abzuschieben. Denn was Bivsi und ihre Eltern durchmachen mussten, kann nicht im Sinne unseres Rechtsstaates sein. Es ist aber beileibe kein Einzelfall. Wir dürfen jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen. Der Bund muss endlich handeln. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz und schnellere Asylverfahren - sonst wird es irgendwo in Deutschland vielleicht schon morgen einen anderen Fall Bivsi geben - und nicht immer gibt es ein Happy End."

Stephan Kube, Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, hat die Nachricht am Vormittag von Familia Rana erhalten: "Die Botschaft in Kathmandu hat ihnen telefonisch mitgeteilt, dass sie nach Deutschland ausreisen dürfen. Damit ist unser Ziel erreicht: Die gesamte Familie Rana kann schon bald nach Duisburg zurückkehren. Die Detailklärungen werden nun schnell vorgenommen. Für den Moment möchten wir Allen unseren Dank aussprechen, die sich in den letzten Wochen für die Rückkehr der Familie eingesetzt haben."


Infos
=> Der „Fall Bivsi“ hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ende Mai war die zu dem Zeitpunkt noch 14-jährige Steinbart-Gymnasiastin aus dem laufenden Unterricht geholt und noch am selben Tag mit ihren Eltern nach Nepal - rechtmäßig, wie immer wieder betont wurde - abgeschoben worden.
=> "Bring back Bivsi!" Mitschülerinnen und Mitschüler machten sich darauf für "ihre" Bivsi stark, organisierten unter anderem eine Demo.
=> Vom 12. bis 15. Juli waren Felix Banaszak, ehemaliger Schülersprecher des Steinbart-Gymnasiums und Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Duisburg, und Stephan Kube, Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, vor Ort in Kathmandu, um Familie Rana bei den notwendigen Behördengängen für eine Rückkehr zu begleiten.
=> Auch Duisburgs OB Sören Link, NRW-Integrationsminister Dr. Joachim Stamp, Abgeordnete und der Petitionsausschuss des Landes NRW setzten sich für eine Rückkehr der Familie ein.
=> Im Juli fand zudem ein Solidaritätskonzert im Steinhof Huckingen statt, dessen Einnahmen der Familie Rana zugute kommen sollen.
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2 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 25.07.2017 | 14:09  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 25.07.2017 | 22:38  
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