"Jugendliche motiviert, sich für ihr Leben zu interessieren": Junge Marxloher präsentieren Ergebnisse aus Berufsorientierungs- und Sprachcamp

Anzeige
FOTO UND COPYRIGHT: HANNES KIRCHNER 21-04-2017
 
FOTO UND COPYRIGHT: HANNES KIRCHNER 21-04-2017
Duisburg: Internationales Zentrum | 24 Schülerinnen und Schüler der Herbert-Grillo-Gesamtschule in Duisburg-Marxloh präsentierten im Internationalen Zentrum die Ergebnisse des Berufsorientierungs- und Sprachcamps, an dem sie in den Osterferien teilgenommen hatten.

Das war schon eine „große Nummer“: Vor dem Oberbürgermeister sowie Vertretern aus Wirtschaft, Unternehmen und Arbeitsagentur eine Präsentation zu den Ergebnissen des Camps zu halten. Die jungen Leute meisterten diese Hürde mit Bravour. Zunächst zeigten die Achtklässler anhand von Rollenspielen, was sie in Sachen Vorstellungsgespräch gelernt hatten. Mit viel Spielfreunde und unterhaltsam überzeichnet präsentierten sie eine Situation aus einem Bewerbungsgespräch, bei dem die Bewerber alles Erdenkliche falsch machten und ein gelungenes Beispiel: Auf der einen Seite Bewerber ohne Umgangsformen, die zu spät kamen, sich daneben benahmen („Ich rauch’ Shisha und ärger’ gern alte Leute“). Keine Frage, dass die pünktlichen und wortgewandten Kandidaten aus dem zweiten Beispiel, die auch noch mit Wissen über das Unternehmen punkteten und eigene Stärken formulieren konnten, im wahren Leben die besseren Karten gehabt hätten.

„Was kostet das Leben“ lautete das Thema während eines Planspiels an einem der Camp-Tage. Die Aufgabe für die 13- bis 15-Jährigen: Einen Ausbildungsberuf wählen und anschließend eine Aufstellung aller Lebenshaltungskosten erstellen. Auch hier stellten die Schüler die Ergebnisse, die auf Plakaten dargestellt waren, vor. Eine Schülerin erläuterte in einem Kurzvortrag ihre Camp-Eindrücke. Während des Camps übten die Teilnehmer auch spielerisch Kommunikation und Teamfähigkeit. Ein weiterer Baustein war „Mein Weg“: Menschen aus dem Wirtschaft stellten ihren persönlichen Bildungsweg vor. Während des Camps lernten die Jugendlichen auch Berufsbilder kennen und erhielten Kontakt zu möglichen, künftigen Arbeitgebern. So stellten etwa eine Polizistin und ein Bäcker ihre Berufe vor.

"Wir haben sehr viel über Berufe gelernt"

Das Fazit des 13-jährigen Mert zum Camp lautete: „Wir haben sehr viel über Berufe gelernt und wie man eine Bewerbung richtig schreibt. Mein Traum ist es, Entwickler für App-Anwendungen zu werden. Dazu will ich jetzt Infos sammeln.“ Die gleichaltrige Selina ergänzt: „Es gibt sehr viele Berufe, viele kannte ich vor dem Camp gar nicht. Ich möchte gerne Fotografin werden.“
Die Jugendlichen bekommen auch nach dem Camp weiter Unterstützung durch das Duisburger Schulmodell: Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz in Klasse neun sowie nach einem Ausbildungsplatz in Klasse zehn.
Oberbürgermeister Sören Link lobte als Beiratsvorsitzenden die tolle Präsentation: „Ihr habt uns auch sehr gut unterhalten. Das ist bei einer Abschlusspräsentationen nicht selbstverständlich, die können auch sehr dröge sein.“

Stadt, IHK, Arbeitsagentur und Unternehmen würden die jungen Leuten beim Einstieg ins Berufsleben unterstützen. „Aber den entscheidenden Schritt müsst ihr tun: Entsprechende Schulnoten erreichen sowie auf Unternehmen zugehen und Praktika erschließen“, so der OB an die Schülerinnen und Schüler.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Jeder Jugendliche braucht diesen frühen Kontakt und die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten, Talente und Schwächen und Wünsche sowie Erwartungen von Unternehmen kennen zu lernen.“ Sven Leimkühler von Jungs e. V.: „Wir haben Jugendliche motiviert, sich für ihr Leben zu interessieren. Das Ziel des Camps ist, dass die Jugendlichen erkennen, dass sie eine Chance haben, ins Berufsleben zu starten.“
Die jungen Leute bekommen auch nach dem Camp weiter Unterstützung durch das Duisburger Schulmodell: Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz in Klasse neun sowie nach einem Ausbildungsplatz in Klasse zehn.

Info:

Das Berufsorientierungs- und Sprachcamp entstand im Rahmen des Duisburger Schulmodells, einem Langzeitprojekt der Niederrheinischen IHK und der Stadt Duisburg an 13 Haupt-, Real- und Gesamtschulen in Duisburg. Ziel: Die Berufsorientierung von Jugendlichen zu stärken. Es wurde von pädagogischen Kräften der städtischen Bildungsträger Mobilda e.V. und Jungs e.V geleitet und von Duisburger Unternehmen gefördert.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.