Zeltstadt für Flüchtlinge in Duisburg-Walsum wird Ende Oktober abgebaut

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Die Zeltstadt in Walsum sollte rund 150 Flüchtlingen Unterkunft bieten, täglich versorgt und betreut von bis zu 20 Kräften des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Hannes Kirchner

Heftig diskutiert, bundesweit kritisiert: das Zeltlager für Flüchtlinge in Walsum. Nun soll es abgebaut werden.



Auf Einladung von Oberbürgermeister Sören Link traf am Montag, 20. Oktober, zum zweiten Mal der „Runde Tisch Asyl“ im Rathaus zusammen. Dies teilte die Stadt Duisburg mit. Zahlreiche Vertreter aus Kirche, Wohlfahrtsverbänden und anderen Organisationen erfuhren dort die wichtigste Nachricht zuerst: mit dem Abbau der Zeltstadt in Walsum kann Ende des Monats begonnen werden.

Link: „Die Unterbringungssituation von Flüchtlingen ist und bleibt in Duisburg – wie in den meisten Kommunen – angespannt. Da gibt es nach wie vor keine Entwarnung. Wir müssen weiter mit aller Kraft daran arbeiten, Standorte auszubauen. Dennoch ist es ein gutes Signal, dass wir die Belegung der Zelte verhindern konnten. Dies auch, weil wir alternativen Wohnraum nutzen konnten, der von Vertretern aus diesem Kreis angeboten wurde.“

Positive Nachrichten gab es laut Stadt auch aus dem Bereich der bürgerschaftlichen Hilfe: Nachdem Link beim letzten Runden Tisch eine Anlaufstelle für Spenden und Hilfsangebote geschaffen hatte, laufen die Kleiderkammern mittlerweile über. Kleider, Schuhe und Spielzeug sind vorhanden. Diese sollen nun dezentral über die Kirchen, Vereine und Runden Tische vor Ort verteilt werden.

Vom Runden Tisch ging außerdem ein klares Signal gegen Rechts aus. Alle Anwesenden waren sich einig: „Die Duisburger Stadtgesellschaft funktioniert und hält zusammen – es gibt keinen Platz für populistische Stammtischparolen von rechts.“ Dies werde man auch zukünftig unter Beweis stellen.
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2 Kommentare
Sabine Justen aus Duisburg | 23.10.2014 | 14:48  
5.023
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 23.10.2014 | 15:44  
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