Dämpfer für die Roten Teufel in Darmstadt.

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Miquel Vila traf 33 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich und rette sein Team so in die Verlängerung. (Foto: Ralf Isselhorst)
 
Sebastian Haas gelang der einzige Treffer im Penaltyschießen. (Foto: Ralf Isselhorst)
Darmstadt: Landesleistungszentrum | Nach Penaltyschießen musste die RESG sich geschlagen geben

Ein Spiel auf Augenhöhe sahen die Zuschauer im Darmstädter Landesleistungszentrum. Den Start in die Playoffs hatten sich der Rollhockey-Bundesligist RESG Walsum sicher anders vorgestellt. Erst im Penaltyschießen konnte das Spiel, zugunsten der Darmstädter, entschieden werden. Am Samstag muss ein Sieg für das dritte Spiel am Sonntag her.

Mit 15 Minuten Verspätung musste das Spiel angepfiffen werden, rund um Köln waren die Autobahnen voll und die Mannschaft der RESG steckte lange im Stau fest. Auf dem Parkett ging es von Beginn an gleich gut los. Chancen auf beiden Seiten, sowohl Philip Leyer im Darmstädter, als auch Tobias Wahlen im Walsumer Tor hatten alle Hände voll zu tun, um ihre Tore sauber zu halten. Felipe Sturla Führungstreffer in der 18. Spielminute leitete dann die Torejagd auf beiden Seiten ein. Der Portugiese Alexandre Andrade konnte eine Minute später für den RSC Darmstadt postwendend ausgleichen. Mit dem 1:1 Remis verabschiedeten sich beide Mannschaften in ihre Kabine. Die Zuschauer im Landesleistungszentrum waren sahen ein gutes Spiel. Trainer Günther Szalek war mit dem Auftritt alles andere als zufrieden: „Die erste Halbzeit war inkonsequent. Ich habe kein Wille, keine Power und keine Energie gesehen. Die Leistung die wir haben wurde nicht abgerufen.“
Walsum drehte jetzt auf und zeigte ein besseres Spiel. Beide Mannschaften drängten auf den Führungstreffer, konnten die jeweiligen Goalis aber nicht überwinden. Max Richter fand dann eine Lücke in der 37. Minute und konnte so den RSC in Führung bringen. Sturla konnte vier Minuten vor dem Ende wieder ausgleichen, dass 3:2 durch Nils Koch kam wieder eine Minute später. Die Zeit wurde knapp und die Walsumer brauchten noch unbedingt ein Tor, um sich in die Verlängerung zu retten. Nach einer blauen Karte gegen den Darmstädter Max Hack hatte die RESG die letzten zwei Minuten ein Überzahlspiel. 33 Sekunden vor dem Ende war Miquel Vila zur Stelle und konnte zum 3:3 Ausgleich treffen. Das Tor hielt sein Team im Spiel und die Verlängerung stand an. Zwei Minuten waren gespielt, da traf abermals Nils Koch zum 4:3. Die Darmstädter sahen sich schon als Sieger vom Parkett gehen. Walsum ließ sich dadurch aber nicht unterkriegen und bewies erneut Moral. In der 58. Minute war es wieder Vila, der für den Ausgleich zum 4:4 sorgte. Jetzt musste im Penaltyschießen ein Sieger ermittelt werden. Nachdem Wahlen den ersten Penalty entschärft hatte, musste dieser wiederholt werden. Andrade nutzte den zweiten Versuch und traf zum 5:4. Dobbratz sollte für Walsum als erstes schießen, vergab aber seinen Schuss. Max Hack konnte ebenfalls nicht verwandeln, es blieb beim 5:4. Vila probierte es für die RESG als nächstes, scheiterte aber auch mit seinem Schuss. Sebastian Haas traf zum 5:5, der Darmstädter Schütze vor ihm verwandelte nicht. Die RESG muss das Spiel jetzt schnell abhacken und sich voll und ganz auf das zweite Spiel am Samstag in eigener Halle konzentrieren. Für RESG-Trainer Günther Szalek ist klar, was sich ändern muss: „Das Spiel war reine Kopfsache. Nach dem 3:1 Rückstand war der Kopf endlich da und wir zeigten was nötig ist. Wir hätten das Spiel auch nach regulärer Spielzeit gewinnen können. Wir haben noch alles in eigener Hand, auch wenn wir nach diesem Wochenende nominell die Looser sind, wenn man sich die anderen Spiele anschaut. Wir müssen am Samstag mit dem Druck klarkommen, es ist enttäuschend keine Frage aber verloren ist noch gar nichts.“ Nach seiner Verletzung feierte Xavier Berruezo ein gelungenes Comeback. Alle Spieler werden am Samstag brennen, um ein drittes Spiel am Sonntag zu erzwingen.
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