Sichtbare Veränderung: 90 Helfer machen Aktionstag in Frintrop zum Erfolg

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In der Tagesgruppe der Kita Zugstaße machten sich die Helfer daran, gemeinschaftlich einen Barfußpfad zu errichten. (Foto: Debus-Gohl)
 
Mehr Grün an der Frintroper Straße (Foto: Debus-Gohl)

Was 90 helfende Hände in fünf Stunden alles verändern können, kann man seit Freitag in Frintrop bewundern. Zur Mithilfe beim Aktionstag „Helfende Hände“ hatten die IHK Essen, die Ehrenamt-Agentur, die Initiative „Wir für Frintrop“, der Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop (BVV) sowie die Stadt Essen alle Frintroper und Bedingrader Bürger aufgerufen.

Und ihr Ruf kam an: 45 Helfer ließen sich auch durch das Schmuddelwetter nicht abhalten. Schon am Morgen hatten sie sich bei den unterschiedlichen Projekten eingefunden.
Die zehn Kinder der Tagesgruppe im Haus der Jugendhilfe in der Zugstraße sind in besonderem Maße auf Förderung und Unterstützung in ihrem Alltag angewiesen. Zweieinhalb Jahre lang bekommen die Kids im Grundschulalter nach dem Schulunterricht lebenspraktische Angebote zur Förderung und Begleitung im sozialen und schulischen Bereich. Unterstützung bei den Hausaufgaben, gemeinsames Kochen und Mittagessen, ein strukturierter Tagesablauf – das alles soll die Kinder, die meist besondere Integrationsprobleme haben, so stärken, dass sie eine Unterstützung durch die Tagesgruppe nicht mehr benötigen.

Kieselsteine und Rindenmulch unter den Füßen

Im großen Außenbereich des leuchtend blauen Hauses sind an diesem Freitagmorgen schon einige Helfer fleißig. Mathias Pauls, Erzieher in Ausbildung, und das Team der Tagesgruppe hatten die Idee, einen Barfußpfad für die Kids anzulegen. Mitarbeiter der Firma Knappmann Garten- und Landschaftsbau bereiten die einzelnen Felder des Pfades vor. Diese werden dann mit unterschiedlichen Materialien wie Kieselsteinen, Holzstangen, Rindenmulch und Bodenfliesen gefüllt. Auch Uwe Scheiter, Großvater eines Tageskindes, hilf tatkräftig mit. „Für die Kinder tue ich alles“, versichert er.

Sinne werden sensibilisiert

Durch das Barfußlaufen werden die Sinne sensibilisiert „und die Kinder brauchen diese Förderung dringend“. Marion Wöbbecke, in der Tagesgruppe zuständig für die Elternarbeit, ist dankbar. “Wir freuen uns sehr, dass es solche Aktionen gibt und finden das richtig klasse“ strahlt sie.
Auch Guido Zakrzewski, stellvertretender Geschäftsführer der IHK zu Essen, ist mit IHK-Mitarbeiterinnen vor Ort. Zusammen mit Auszubildenden der Geno-Bank bringen sie die Gartenhäuschen im Außenbereich der Kita am Heilgraben auf Vordermann.
Horst Kerschowski vom BVV und das Ehepaar Marschan sind schon beim vierten Beet auf der Frintroper Straßee angekommen. „Ich mache noch so lange weiter, wie mein Rücken durchhält, das ist ja eher eine ungewohnte Arbeit“, schmunzelt Rainer Marschan, der an diesem Tag als Frintroper dabei ist, wie er betont.
Jetzt heißt es wieder Unkraut jäten, Abfall aufsammeln, die Erde auflockern und dann die Chinaschilfgräser und Carex pendula, die Riesensegge, einpflanzen. Die fachgerechte Unterstützung dazu kommt von Ahmed Ahmedov, einem Mitarbeiter der Gartenbaufirma Banzhaf. „Wir haben auch schon eine Kupferfelsenbirne in den Waschbetonkübel an der Gleisschleife gepflanzt“, berichtet er.

Grillfest an der Gleisschleife

„Wir freuen uns sehr, dass es so ein gutes Zusammenspiel zwischen den Institutionen, Geschäftsleuten und Bürgern gibt, um Frintrop zu verschönern“, versichert Zakrzewski.
Auch Aldi-Nord, Rewe und die Bäckerei Siebers haben die Gelegenheit genutzt, ein Signal zu setzen und zu zeigen, dass ihnen Frintrop am Herzen liegt. Für das Grillfest an der Gleisschleife, das den arbeitsreichen Tag abschließt, haben sie die Lebensmittel gesponsert. Mitarbeiter des Papst-Leo-Hauses und der Firma Banzhaff sorgen für neues Grün.

Text: Doris Brändlein
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