Serie von Brandstiftungen hält Borbecker Bürger in Atem

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Nur einer von mehreren Vorfällen: Nach einem Einbruch wurde Feuer in der Sporthalle des GymBo gelegt. Foto: Filzen/Feuerwehr Essen

Am Dienstag war es die Turnhalle der Geschwister-Scholl-Realschule, am Samstag die des Gymnasiums Borbecks und später noch drei Fahrzeuge auf der Hülsmannstraße. Die Serie hält Borbeck in Atem, die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Ob ein Zusammenhang besteht, wird ermittelt.

Schon in der vergangenen Woche, am Dienstagabend, kam es zum ersten Vorfall einer mutmaßlichen Serie von Brandstiftungen: Polizei und Feuerwehr mussten zu einem Einsatz in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Realschule Hülsmannstraße. Gegen 20.50 Uhr rückten die Einsatzkräfte aus, weil es eine starke Rauchentwicklung im Bereich des im Umbau befindlichen Turnhallenkomplexes gab. Offensichtlich kam es zu einem Schwelbrand, gleichzeitig konnten Ermittler des Kriminalkommissariats 11 Einbruchsspuren feststellen, die darauf schließen lassen, dass sich möglicherweise Personen unberechtigt im Gebäude aufhielten.
Bereits gut zwei Wochen zuvor, über Pfingsten, gab es an gleicher Stelle ebenfalls einen Einsatz. Am Pfingstmontag, 16. Mai, alarmierte der Schulleiter die Polizei und meldete einen Einbruch. Vor Ort bot sich den Beamten ein Bild der Verwüstung. Im Baustellenbereich wurde eine Lagerhalle aufgebrochen und Werkzeuge sowie Sportgeräte lagen auf dem Boden verteilt. Mehrere Feuerlöscher wurden geleert, die Holzverkleidung und eine Tür mutwillig beschädigt.

Brand im GymBo

Am späten Samstagnachmittag brach in der Turnhalle des Gymnasiums Borbeck das nächste Feuer aus. Dabei verbrannten in der Halle gelagerte Gegenstände, die Flammen zogen bis in die abgehängte Decke. Gegen 17.10 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert, als Zeugen den Rauch bemerkten und verdächtige Geräusche hörten. Zuvor brachen bislang unbekannte Personen über ein eingeschlagenes Fenster in die Räume ein. Als die Rettungskräfte eintrafen, waren mögliche Täter schon geflüchtet. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, stand glücklicherweise fest: Niemand wurde verletzt.

Autos in Flammen

Noch in der gleichen Nacht, gegen 2.30 Uhr, gab's die nächsten Vorfälle: Hinter der Einmündung zur Straße Weidkamp brannte ein am Fahrbahnrand geparkter Kleintransporter Citroen Jumper komplett aus, so dass der davorstehende VW Golf durch die Hitzeentwicklung ebenfalls am Heck beschädigt wurde. Nur 50 Meter entfernt ging der nächste Jumper in Flammen auf. 100 Meter weiter, etwa in Höhe der Wachtstraße, wurde ein anderer Kleintransporter Ford Transit ebenfalls durch Feuer beschädigt.
"Wir gehen von Brandstiftung aus", verrät Marco Ueberbach, Pressesprecher der Polizei Essen. "Einen technischen Defekt schließen wir aus." Gleichzeitig bestätigt Ueberbach Gerüchte, die seit Tagen durch die sozialen Medien geistern: "Es sind tatsächlich drei Fahrzeuge einer Firma." Ob zwischen den verschiedenen Taten ein Zusammenhang besteht, lässt sich aber bisher noch nicht sagen: "Das müssen wir prüfen, im Moment wäre es zu früh."

Verdächtiges früh melden!

Die Zahl der Einsatzkräfte im Stadtteil erhöht die Polizei nicht, aber: "Wir haben den Streifendienst auf die Geschehnisse sensibilisiert." Das Kriminalkommissariat 11 ermittelt in allen Fällen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich unter 0201 82 90 zu melden. Zusätzlich kann die Polizei noch im Vorfeld informiert werden: "Sobald jemand verdächtige Beobachtungen macht, soll er uns sofort anrufen!", empfiehlt Pressesprecher Ueberbach.
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