Im Mai ist Baubeginn des Edeka-Marktes an der Aktienstraße

Alle an einem Strang: Die Firmen Edeka und Deichmann sowie die CDU-Schönebeck stellten die Pläne für die Aktienstraße vor. Die Moderation übernahm Klaus Diekmann (re.). Fotos: Debus-Gohl
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  • Alle an einem Strang: Die Firmen Edeka und Deichmann sowie die CDU-Schönebeck stellten die Pläne für die Aktienstraße vor. Die Moderation übernahm Klaus Diekmann (re.). Fotos: Debus-Gohl
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Nach sechs langen Jahren des Wartens könnte es bald soweit sein: Auf einer Informationsveranstaltung im Restaurant Groß-Segerath stellten Edeka, Deichmann und die CDU-Schönebeck am Dienstag die aktuellen Pläne zum Areal an Aktien- und Lautstraße vor – und nennen diesmal sogar einen festen Termin! Sorge macht den Anwohnern weiterhin die Parksituation.

„Wir sind handlungsfähig und haben eine Baugenehmigung“, kündigt Elke Kaup aus der Edeka-Standortentwicklung den Markt an der Aktienstraße an. Im Mai soll es endlich losgehen und anstelle des dort derzeit beheimateten Aldis auf 2.720 Quadratmetern ein Vollsortimenter unter Leitung der Familie Hundrieser entstehen, die weitere Läden in Haarzopf und Rüttenscheid sowie Velbert betreibt: „Dieses Jahr?“ „Dieses Jahr!“ Der Edeka-Markt wandert dabei von der Aktienstraße 14 zur Hausnummer 42 und macht so Raum für ein neues Gebäude der Firma Deichmann, Aldi-Nord bleibt mit 900 Quadratmetern ebenfalls vor Ort. Durch 200 Stellplätze kommen die beiden Läden entspannt über die rechtlichen Vorgaben, auch die Mauern an Aktien- und Lautstraße werden mitsaniert. Als Bauzeit wird von den Verwantwortlichen ein Jahr eingeplant.
Im Edeka selbst findet man neben dem regulären Sortiment einen Getränkemarkt sowie Café und Confiserie. Die große Nachfrage für Drogeriebedarf und Bioprodukte wird berücksichtigt. Einzig Poststelle und Bankautomaten bleiben in ihrer jetzigen Form auf dem nahegelegenen Hellweg-Areal.

Fitness und Manieren

Während mit dem Bau der beiden Märkte der Wunsch der Schönebecker nach einer breit gefächerten Nahversorgung in Erfüllung geht, verstummten auch Dienstagabend die kritischen Stimmen nicht. Große Streitpunkte weiterhin: Parkplätze und Manieren der Deichmann-Mitarbeiter. „Das ist ein Hupkonzert sondergleichen“, bemerkt eine Anwohnerin aus dem Plenum die Lautstärke zu Stoßzeiten, „wenn man auf dem Balkon sitzt, ist es wie an der Autobahn.“ Ein anderer Anwohner beklagt die Fitness der Deichmänner: „Die Mitarbeiter sind zu faul, 50 Meter zu laufen.“ Alles soweit nichts Neues, bestätigt Veit Weiland, Direktor der Firma Deichmann: „Die Situation ist bekannt. Es wird eine Lösung angestrebt.“
Wie genau die aussehen könnte, ist bisher unklar. Zunächst plant Deichmann das Parkplatz-Kontingent im Zuge der verschiedenen Maßnahmen aufzustocken. So soll an der nordöstlichen Ecke des Hellweg-Baumarkts zeitnah ein neues Verwaltungsgebäude entstehen, das mit neun Plätzen oberirdisch und 22 zusätzlichen in einer Tiefgarage daherkommt. Noch einmal 70 Stellgelegenheiten – ebenfalls in einer Tiefgarage – werden Teil des Komplexes auf dem bisherigen Edeka-Areal. Gerade während der Bauphasen könnte die Folge aber noch größerer Parkdruck sein. Angedacht wurden zudem eine Anliegerstraße sowie Anwohner-Parkausweise. Die Schwierigkeit mit den Ausweisen ist, dass diese in der Regel nur für Ballungsräume wie die Innenstadt gedacht sind. Auch die Anliegerstraße kränkelt an den strikten rechtlichen Vorgaben.
Die CDU-Schönebeck will die verschiedenen Eingaben der Bürger als Organisator des Abends trotzdem mitnehmen und kann ein unterm Strich versöhnliches Fazit ziehen: „Wir haben sechs Jahre gewartet und jetzt ist der Knoten geplatzt“, freut sich CDU-Ratsherr Klaus Diekmann. „Die Hauptsorge ist das Parkproblem. Da müssen wir überlegen, ob wir noch ein paar Möglichkeiten hinbringen.“ Kritische Stimmen: Anwohner bemängeln die Parkplatzprobleme.

Hintergrund

Seitdem in 2012 das Küchenstudio Nova-Kocks wegen Konkurs des Investors an der Aktienstraße ausziehen musste, arbeiten die verschiedenen Akteure an einer Neusortierung des Areals. Sowohl Deichmann wie auch Edeka bekundeten Interesse an einer Erweiterung. Lange Zeit konnte keine Lösung gefunden werden, bis im September 2017 dann die ersten Pläne bekanntgegeben wurden.

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