Abschied nach vielen Jahren: Heimatkundeteam lädt letztmalig zum offenen Steenkamp Hof

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Der Kultur-Historische Verein hofft, dass das heimatkundliche Angebot auf dem Steenkamp Hof fortgesetzt werden kann. (Foto: Winkler)

Sie kennen nahezu jeden Stein der historischen Hofanlage am Reuenberg, müssen nicht lange überlegen, wenn es um Details der bäuerlichen Geschichte in unseren Breiten geht. Hannelore Diekmann und ihr Team vom Heimatkundekreis am Steenkamp Hof sind echte Experten auf ihrem Gebiet.


Am morgigen Sonntag, 12. Juli, öffnen die Teammitglieder zu letzten Mal die Pforten der historischen Hofanlage für interessierte Besucher. Von 13 bis 17 Uhr laden sie dann noch einmal ein, die Ausstellung mit bäuerlichen Gerätschaften zu besuchen und sich auf Wunsch das eine oder andere erklären zu lassen.
Auch Jürgen Fechner vom Imkerverein Essen-Borbeck wird an diesem Nachmittag mit dabei sein und Interessantes über Bienen und die Imkerei verraten. „Zudem gibt es Kaffee, Kuchen und selbstgemachte Waffeln“, rührt Jürgen Becker vom Kultur-Historischen Verein weiter die Werbetrommel für eine Teilnahme. Der Eintritt ist wie immer frei.
Am Sonntag machen Hannelore Diekmann und ihr Team Schluss. Aus gesundheitlichen und Altergründen hängen sie ihr Engagement an den Nagel. „Aber Gott sei Dank nicht ganz“, zeigt sich Jürgen Becker erleichtert. „Gelingt es uns, Nachfolger zu finden, sind einige Teammitglieder gerne bereit, diese tatkräftig zu unterstützen.“

3000 Borbecker Schüler lernten das Leben vor 100 Jahren kennen

Dass das heimatkundliche Engagement am Steenkamp Hof weitergeht, daran ist den Verantwortlichen sehr gelegen. „Das bisherige Team hat wichtige Arbeit geleistet, in den vergangenen acht Jahren waren fast 3.000 Kinder auf der historischen Hofanlage zu Gast. Anschaulich wurde ihnen erklärt, wie die Menschen in unserer Gegend früher gelebt, gearbeitet und gekocht haben.“ Jahr für Jahren wurden Klassen der Borbecker Grundschulen zu „ihrem“ Tag auf dem Steenkamp Hof empfangen.

Mittags gab´s immer selbst gekochten Milchreis

Eines war dabei immer Tradition. Mittags gab´s für alle ein Schälchen Milchreis. „Den hat Hannelore Diekmann frühmorgens für die Kinder gekocht und mitgebacht“, so Jürgen Becker. Der Vorsitzende des Kultur-Historischen Vereins ist sich sicher: „Ganzen Schülergenerationen wurde so auf spielerische Art und Weise etwas beigebracht, auf dass sie im späteren Leben zurückgreifen können.“ Zumindest werden sie sich zurückerinnern, an den Besuch bei den Bienen, an Milchkannen und Kohlentüten, an Waschbretter und Kaffeemühlen, die sie aus ihrem Lebensalltag gar nicht mehr kannten. „Und an die Bastelaktionen, die die Ehrenamtlichen für jede der Klassen vorbereitet hatten.“ Die kreativen Ergebnisse ließen sich anschließend im früheren Stallgebäude in Augenschein nehmen.

Kultur-Historischer Verein hofft auf Nachfolger

Jürgen Becker hofft, dass sich Borbecker melden werden, die das heimatkundliche Engagement für die örtlichen Grundschüler aufrecht erhalten helfen. Interessenten können sich beim Vorstand unter Tel. 670479 melden.
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2 Kommentare
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Martin Heilbutt aus Duisburg | 13.07.2015 | 18:59  
Christa Herlinger aus Essen-Borbeck | 14.07.2015 | 10:16  
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