Kunstausstellung zum Thema "Frauen" in der Zeche Königin Elisabeth: Frauen? Frauen!

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Gruppenbild (v.l.): Ulrich Bruns, Wanda Korfanty-Bednarek, Gabriele Müller, Monika Funke und Eugen Bednarek
 
Josephine von Ulrich Bruns.
Essen: Zeche Königin Elisabeth, Schacht Emil |


"Zusammen Kunst Erleben" (ZKE) heißt das Projekt, dass Eugen Bednarek seit 15 Jahren in der Zeche Königin Elisabeth, Elisabethstraße 31, betreut. Im Rahmen dieses Projekts organisierte er bisher etwa 70 Ausstellungen. Zurzeit begeistert die Besucher die 2. Herbst-/Winter-Ausstellung, die sich mit dem Thema "Frauen" auseinandersetzt.

Zwei Kunstgalerien, zwei Malschulen und ein Zechentheater sind Teil des Projekts ZKE, das sich zur Aufgabe gemacht hat, vorwiegend aus Essen stammende Künstler zu präsentieren und zu fördern. Auch die neun teilnehmenden Künstler der aktuellen Ausstellung stammen aus Essen und der näheren Umgebung. Ihre Werke beschäftigen sich allesamt mit dem Thema "Frauen".

"Frauen bringen uns auf diese Welt und begleiten uns ein ganzes Leben lang als Mütter, Gefährtinnen und Kolleginnen. Sie machen das Leben lebenswert und schon allein aufgrund dieser Tatsache verdienen sie ihren seit Jahrtausenden eingenommenen Platz in der Kunst", erklärt Eugen Bednarek, der selbst einige Bilder zur Ausstellung beiträgt. So vielfältig wie die Rolle der Frau sind auch die Werke, die in der Ausstellung gezeigt werden. Von Ölgemälden über Collagen und Skulpturen werden nicht nur viele verschiedene Techniken präsentiert, sondern auch das Oberthema in unterschiedlichster Weise interpretiert.

Die Künstlerin Reni Wolf beschäftigt sich beispielsweise mit dem Thema „Frauen mit Brustkrebs“. Ihre Bilder zeigen betroffene Frauen bei den Tätigkeiten, die ihnen geholfen haben die bange Zeit zwischen Diagnose und Genesung zu überstehen.


Ein Auge für verborgene Ästhetik


Fast schon konträr zu diesem ernsten Thema wirken die Arbeiten von Ulrich Bruns, die dem Betrachter oftmals ein Lächeln abringen. Es ist die Kombination aus Natürlichkeit, Einfallsreichtum und einer gesunden Portion an Humor, die seinen Skulpturen ihren Charme verleihen. Der Essener Ulrich Bruns ist mit 71-Jahren der älteste Teilnehmer der Ausstellung. Viele seiner Skulpturen sind Fundstücke von seinen Strandspaziergängen, denen der Künstler, arrangiert in einem neuen Umfeld, eine neue Bedeutung verleiht. Ulrich Bruns demonstriert dabei nicht nur ein Auge für verborgene Ästhetik, gerade auch bei der Titelfindung beweist er große Kreativität. So trägt eine seiner Skulpturen, bestehend aus vier Tischbeinen, den Namen Josephine. Durch den Namen - der auf die Tänzerin Josephine Baker verweist - verwandelt sich, die auf dem ersten Blick subtil anmutende Skulptur, auf den zweiten Blick in eine kurvige Frauengestalt. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man unter dem Deckmantel des Humors, viel freier Kritik äußern kann," erläutert der Essener Künstler die oftmals spaßigen Titel für seine Werke und nimmt dabei die Rolle eines Souffleurs ein, der dem Betrachter durch seine Titelgebung eine andere Sichtweise zuzuflüstern scheint.

Neben den Werken von Eugen Bednarek, Reni Wolf und Ulrich Bruns zeigt die Ausstellung noch Arbeiten von Wanda Korfanty-Bednarek, Monika Funke, Alexander Müller, Huda Neugebauer und Karina Pietrucha.


Arbeiten zum Thema "Meine Mutter"


In der Kleinen Galerie auf der 1. Etage erwarten die Besucher zudem Arbeiten von Kindern der Kleinen Malschule, die ebenfalls zum ZKE Projekt gehört. Die Kinder haben sich mit dem Thema „Meine Mutter“ auseinandergesetzt und eine Fülle von Arbeiten in verschiedenen Techniken und Sichtweisen erschaffen, die den Betrachter schmunzeln und staunen lassen. Für Eugen Bednarek hat dieser Teil der Ausstellung einen ganz besonderen Wert: "Die Mitwirkung der Kinder bei unseren Kunstprojekten wird von uns seit Jahren praktiziert. Das macht, denke ich, unsere Projekte auch so einzigartig."

Wer Lust bekommen hat, sich die Ausstellung selbst einmal anzuschauen, kann dies bis zum 24. April 2015 jeweils zu den Öffnungszeiten (Mo-Fr: 16-19 Uhr) tun. Terminvereinbarungen sind unter der Telefonnummer 0160 / 77 23 293 oder per Mail an bedart@t-online.de ebenfalls möglich. Weitere Informationen zu der Ausstellung und dem gesamten ZKE Projekt sind unter www.projekt-zke.de erhältlich.
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