Wiedersehen macht Freude! Rückkehr auf Carl feiert am 7.2. die Ruhrpott-Revue

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Begeistert das Publikum seit inzwischen fünf Jahren: Das ehrenamtliche Ensemble der Ruhrpott-Revue. Foto: Freudenberg/lokalkompass.de

Mit „Spaß inne Backen“ und einem Augenzwinkern hat sich die Ruhrpott-Revue in den letzten fünf Jahren in die Herzen der Altenessener gespielt. War die ehrenamtliche Theatertruppe ab 2013 in der Zeche Fritz an der Heßlerstraße beheimatet, steht mit einer Premiere am 7. Februar die Rückkehr auf Zeche Carl an.

Im Jahr 2009 erholte Bodo Roßner sich von einer schweren Krankheit: „Ich wollte nicht immer auf der Couch vor der Kiste sitzen“, erinnert sich der Gründer der Ruhrpott-Revue. Als langjähriger Geschäftsführer der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken war er nicht nur Dank Pressemitteilungen das Schreiben gewohnt, ein Faible für Textfluss, Satzstellung und Pointen hatte er seit seiner Kindheit. Die Premiere war dann ein selbstgeschriebenes kleines Stück zum 30-jährigen Geburtstag seines Schwiegersohns, hinterher rekrutierte Roßner fünf, sechs Arbeitskollegen und Bekannte für sein Projekt. Voll wurde es aber erst nach einer Rundmail: „Dann waren wir schwuppdiwupp 20 Leute, die mitmachen wollten!“
Der Rest ist längst Geschichte: Fast ohne vorherige Proben stand die Ruhrpott-Revue zum Friedensfest auf der Zeche Carl am 1. Mai 2010 auf der Bühne, mit dem Auftritt erntete die Kombo den tosenden Applaus der 2.000 Besucher. Geprobt wurde an der ehemaligen Kirche im Palmbuschweg, bis das Ensemble im Oktober 2013 die neue Heimat im Chicago 33 an der Heßlerstraße fand, tourten die ehrenamtlichen Künstler durch Stadtteil und Stadtgebiet.

Umzugskisten

Damals war eine enge Zusammenarbeit mit der Zeche Carl nicht machbar, es fehlten Platz und Finanzen, zusätzlich stand gerade der Umbau ins Haus. In der Zeche Fritz dagegen hatte die Künstler-Kombo feste Termine und jede Menge Freihheiten. Mit dem neuen Pächter ändert sich das alte Konzept: Weil Freitag und Samstag für die jüngere Generation reserviert seien, hätte die Ruhrpott-Revue nur auf Sonntag ausweichen können. Viel besser sieht‘s dafür jetzt auf der Zeche Carl aus: „Wir haben auch die Möglichkeit die Proberäume zu nutzen“, erklärt Roßner. Gleichzeitig kann sowohl im großen Saal als auch in der Kaue die Technik getestet werden.
Der gemeinnützige Kulturverein verspricht sich von dem Wechsel eine Qualitätsverbesserung der eigenen Produktionen und Einsparpotential durch Synergieeffekte bei Werbung, Technik, Ticketverkauf und Personaleinsatz. Zudem ermöglicht die vorhandene professionelle und personelle Unterstützung auf Carl vor allem die dringend notwendige Entlastung des Ensembles, das bisher neben dem Theaterspielen auch den gesamten wirtschaftlichen und organisatorischen Theaterbetrieb in Eigenleistung zu stemmen hatte.

Gebührlich gefeiert

Das Wiedersehen mit der Zeche Carl wird gebührlich gefeiert, am 7. Februar steigt dort mit „Kumpel Antons Wundertüte“ eine Retrospektive zu fünf Jahren Ruhrpott-Revue. Schon am 19. März startet dann die dritte Auflage von „Kumpel Antons Lohntütenball“. Ganz im Sinne der beiden anderen Inkarnationen geht auch Lohntütenball Nummer drei mit den Zuschauern auf Zeitreise. Standen zuvor 50er und 60er im Fokus, wagt sich das ehrenamtliche Ensemble nun an die 70er. Nicht fehlen darf die neue Heimat in der Erzählung, historisch akkurat wird das Entstehen der Zeche Carl geschildert: „Wie sich das damals eben fast so abgespielt hat“, schmunzelt Roßner. Themen der Inszenierung sind unter anderem Aufbruch der Jugend, Emanzipation und Friedensbewegung.
Durch den Wechsel gibt es für 2016 zum Teil geänderte Vorstellungstermine, der neue Spielplan steht bereits auf der Internetpräsenz ruhrpott-revue.de. Bereits bezahlte und gebuchte Tickets werden bei Bedarf nach Stornierung natürlich zurückerstattet oder können für Tickets für andere Veranstaltungstermine eingetauscht werden. Tickets und zusätzliche Infos gibt‘s unter telefon 83 09 161 an oder per E-Mail an tickets@ruhrpott-revue.de.
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