Gemeinsam veantworten, vielfältig gestalten, mutig verändern: Evangelische Kirche in Essen veröffentlicht Leitlinien für ihre Arbeit

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Superintendentin Marion Greve enthüllte die ersten noch druckfrischen Exemplare der Kirchenkreiskonzeption "Evangelisch in Essen". Pressefoto: Kirchenkreis Essen/Alexandra Roth
 
Endlich ist sie da, die gestaltete Endfassung der neuen Leitlinien. Pressefoto: Kirchenkreis Essen/Alexandra Roth
Essen: Kreuzeskirche |

Mit einer neuen Konzeption stellt sich der Kirchenkreis Essen auf aktuelle Herausforderungen ein, vor denen das kirchliche Handeln in der modernen Stadtgesellschaft steht: In der Kreuzeskirche wurden die Leitlinien „Evangelisch in Essen: Gemeinsam verantworten, vielfältig gestalten, mutig verändern“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation der Kirchenkreiskonzeption erfolgte im Rahmen eines Dankeschön-Abends für rund 200 Haupt- und Ehrenamtliche, die an dem gut zweijährigen Konzeptionsprozess mitgearbeitet hatten.

Raum für Neues schaffen und bewahren, was weiter trägt

Bereits im November letzten Jahres hatte die Kreissynode, das Parlament des Kirchenkreises, den Text für die Leitlinien mit großer Einmütigkeit verabschiedet; jetzt liegt die endgültige Fassung in gestalteter Form vor. „Die Pluralität unserer Stadtgesellschaft fordert uns heraus, als evangelische Stimme unter vielen anderen erkennbar zu bleiben“, erklärte die Essener Superintendentin Marion Greve. „Wie schaffen wir Raum für Neues und bewahren gleichzeitig das, was weiter trägt? Die Konzeption ist keine Anleitung für Sparmaßnahmen, sondern trifft Aussagen darüber, wie wir unseren Auftrag, das Evangelium zu verkündigen und die Liebe Gottes für alle Menschen erfahrbar zu machen, in einer modernen und multikulturellen Stadtgesellschaft erfüllen können.“

Fünf Themensäulen beschreiben Aufgaben und Ziele

Der Hauptteil der Konzeption beschreibt zentrale Aufgaben des Kirchenkreises, seiner Gemeinden, Dienste und Einrichtungen in den fünf Themensäulen „Gottesdienst und Verkündigung“, „Seelsorge und Diakonie“, „Bildung“, „Glaube im Dialog“ und „Kirche in Essen“. Visionen, Ziele und mögliche Umsetzungsschritte wurden in dreißig Projektgruppen erarbeitet, denen jeweils beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende, engagierte Gemeindemitglieder und ganz bewusst auch Experten angehörten, die der verfassten Kirche eher distanziert gegenüberstehen – „ein Prozess mit breiter Beteiligung, vielen unterschiedlichen Diskussionsebenen und zahlreichen Anknüpfungspunkten“, wie Marion Greve hervorhebt.

Aktuelle Herausforderungen und Querschnittsthemen

Weitere Kapitel der Konzeption kennzeichnen Herausforderungen und Querschnittsthemen wie Inklusion, Öffentlichkeitsarbeit, neue Gemeindeformen und Personalentwicklung und weisen auf bedeutsame parallele Entwicklungen etwa in den Bereichen Finanzen, Immobilien und Verwaltung hin. „Die Veröffentlichung unserer neuen Leitlinien ist der Endpunkt einer überaus ertragreichen Zusammenarbeit – aber sie ist gleichzeitig auch ein ambitionierter Auftakt“, betonen Pfarrerin Michaela Langenheim und Pfarrer Rolf Zwick, die mit der Begleitung des Konzeptionsprozesses beauftragt waren.

Gezielte Förderung von Initiativen und Projekten

Gemäß des Beschlusses der Kreissynode müssen alle weiteren Schritte zur Neuausrichtung des Kirchenkreises nun auf der Grundlage der beschlossenen Konzeption erfolgen – über entsprechende Initiativen, Projekte und Investitionen, die von allen Arbeitsbereichen, kirchlichen Ebenen und Einrichtungen des Kirchenkreises vorgeschlagen werden können, wird der Kreissynodalvorstand nach zuvor festgelegten Kriterien entscheiden. Eine Arbeitsgruppe, die die eingehenden Anträge zunächst entgegennehmen und auf ihre Plausibilität hin prüfen soll, wurde bereits gebildet.

Wo Interessierte die neue Konzeption einsehen können

Die Konzeption „Evangelisch in Essen: Gemeinsam verantworten, vielfältig gestalten, mutig verändern“ steht im Internet auf der Seite konzeption.kirchenkreis-essen.de.
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