CDU-Fraktion: Vollverschleierung hat an Essener Schulen nichts verloren

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Für CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, eine Vollverschleierung an Essener Schulen nicht zu tolerieren und stimmt damit der Forderung der Eltern- und Lehrerverbände in Nordrhein-Westfalen zu.

Hierzu Andreas Kalipke, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Eine Vollverschleierung widerspricht dem Prinzip der offenen Kommunikation an unseren Schulen. Darüber hinaus müssen Lehrerinnen und Lehrer wissen, wer vor Ihnen steht und ein Kind nach dem Unterricht abholen möchte. Wir unterstützen die Forderung von Lehrer- und Elternverbänden, dass die Schulen, auch in Essen, im Rahmen ihrer Schulordnung klare Spielregeln festlegen. Ob Burka oder Nikab, die Vollverschleierung einer Frau ist aus unserer Sicht mit unserer demokratischen Werteordnung nicht vereinbar und behindert die Integration der hier lebenden Muslime.“

Dirk Kalweit, stellvertretender Vorsitzender und integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ergänzt: „Allen muss klar sein, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland selbstverständlich ist und deshalb nicht zur Disposition gestellt werden darf. Die Vollverschleierung von Frauen verstößt jedoch grundsätzlich gegen das Gebot der Gleichberechtigung und gegen die tradierten auch kulturellen Regeln des Zusammenlebens in Deutschland - innerhalb und außerhalb der Schule! Das Verstecken von Frauen hinter einem `Gefängnis aus Stoff` ist daher nicht eine Form von gelebter Religionsfreiheit, die man aus falsch verstandener Toleranz akzeptieren müsste, sondern ein klares Zeichen eines abwertenden Frauenbildes, das für Frauenfeindlichkeit, Unterdrückung sowie Entpersonifizierung steht. Dieses Frauen- und Gesellschaftsbild ist inkompatibel mit unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft und bringt daher nachhaltig eine ostentativ zur Schau gestellte mangelnde Integrationsbereitschaft zum Ausdruck. Sollten sich die aktuell diskutierten `Einzelfälle` von vollverschleierten Frauen im öffentlichen Raum im Kontext der aktuellen Flüchtlingsentwicklungen etablieren und quantitativ verstetigen, müsste erneut ein generelles `Burka-/Nikapverbot` auf die zu diskutierende politische Agenda gesetzt werden. Es gibt Grenzen der Toleranz -und hier wäre sie integrationspolitisch erreicht.“
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2 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 21.10.2015 | 22:24  
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Uwe Kutzner aus Essen-Nord | 22.10.2015 | 07:46  
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