Grüne: Aussetzen der „Schweißen und Schneiden“ in der Messe Essen in 2017 kann gemeistert werden

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Niemand sollte versuchen, die Messe Essen GmbH jetzt kaput zu reden, nur weil das im Kommunalwahlkampf gegen die Grünen kurzfrsitig als attraktiv erscheint. Tatsächlich muss es jetzt um die Bewertung bezahlbarer, realistisch knapper Sanierungspläne gehen - ein zurück zum Status vor dem Messeentscheid darf es nicht geben.
Essen: Messe Essen |

GRÜNE Ratsfraktion unterstreicht: Schuldzuweisungen an Unterstützer des Messe-Begehrens falsch


Während CDU oder FDP in harschen Tönen bereits wieder erneute "pro-Messe-Koalitionen" oder Allianzen fordern und den Bürgerentscheid für eine bescheidenere Messeertüchtigung so bald als möglich wieder wegwischen wollen, sehen die essener GRÜNEN Anlaß für Kleinmut.

Messe Schweißen und Schneiden ist nicht verloren


Die Leitmesse „Schweißen und Schneiden“ wird im Jahr 2017 nicht in Essen stattfinden, sondern soll in der wirtschaftlichen Verantwortung der Messe Essen GmbH als Gastveranstaltung an einem noch zu findenden Messeplatz in Deutschland ausgerichtet werden. Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion:
„Faktisch hätte es gar nicht dazu kommen müssen, dass die Messe `Schweißen und Schneiden´ wegen der Umbauarbeiten im Jahr 2017 nicht in Essen stattfinden kann. Denn hätten CDU, SPD, FDP und EBB noch im Juli 2013 dem Antrag der grünen Fraktion zugestimmt, in einem bauabschnittsweisen Ertüchtigungsverfahren in höchster Priorität die Doppelstockhallen neu zu bauen, wären die Bauarbeiten für diesen ersten wichtigsten Bauabschnitt bereits in 2015/2016 fertig gestellt gewesen. Zumal die jetzt zu entscheidende Teil-Modernisierung der Messe für deutlich geringere Kosten den von den Grünen immer wieder geforderten prioritären Anforderungen für große Leitmessen entspricht. Stattdessen hat die `Messe-Koalition` aus SPD, CDU, FDP und EBB stur an dem überteuerten Teilneubau der Messe festgehalten und vom Bürger eine Abfuhr erteilt bekommen.

Auch bleibt spekulativ, ob der von der großen `Messe-Koalition´ favorisierte Umbau für 123 Mio. Euro tatsächlich bereits im Jahr 2017 abgeschlossen gewesen wäre. Eine Schuldzuweisung an die Unterstützer des Messe-Bürgerbegehrens ist insofern völlig haltlos und widerspricht zudem dem Bürgerwillen. Darüber hinaus ist von der Messe-Geschäftsführung und dem Oberbürgermeister immer wieder versichert worden, dass alle große Leitmessen, somit `Schweißen und Schneiden´, mindestens bis 2020 gesichert sind.“

Rolf Fliß, grünes Aufsichtsratsmitglied in der Messe Essen, ergänzt:

„Der hohe Zeitdruck bei der nun zu erfolgenden Neuplanung darf nicht dazu führen, dass wieder der Fehler der mangelhaften Einbindung der Öffentlichkeit begangen wird. Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister und die Messe-Geschäftsführung die Bürgerinnen und Bürger endlich umfassend über die neuen Pläne und das dahinter liegende Wirtschaftlichkeitskonzept informieren. Die hohe Wahlbeteiligung beim Messe-Bürgerentscheid ist Ausdruck für das Interesse an einer soliden, finanziell tragbaren Planung. Die Verantwortlichen sollten diesem Bedürfnis nach Information und Mitsprache möglichst bald nachkommen.“
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