Den Rhythmus im Blut: Zum Tanz- und Trommelworkshop lud der Computainer

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Aus dem Alltag: Auch bei der Jugend von heute liegt Disco voll im Trend. Fotos: Müller

Ein Tag wie jeder andere: aufstehen, frühstücken – und trommeln, dass Wände und Stühle wackeln. Sollten sich die acht Teilnehmer des Workshops „Trommeln und Theater“ im Computainer ursprünglich einen Bereich aussuchen, gab die gelungene Mischung beider Elemente witzige Einblicke in den Takt jugendlicher Leben.

Egal, ob jung oder alt: Das Bürgerzentrum Computainer in Vogelheim bietet seit mittlerweile elf Jahren für alle Altersgruppen verschiedene Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsangebote. So auch in den Herbstferien: Im Rahmen des Kulturrucksacks konnten acht Zwölf- bis 14-Jährige vom 6. bis zum 15. Oktober am Workshop „Trommeln und Theater“ teilnehmen. „Es geht darum, Erfahrungsräume zu bieten“, erläutert Esther Stabenow vom Jugendamt. „Dafür sind die Ferien optimal: Die Jugendlichen haben genug Zeit sich auf Neues einzulassen.“

Mixtur aus Theater und Trommeln

Die musikalische Leitung des Workshops oblag dem Schlagzeug-Experten Mamadou Camara, die standesgemäße Inszenierung garantierte Theaterpädagogin Regina Dresler. „Anfangs hatten wir noch die Idee, die Bereiche zu trennen. Am Ende haben wir versucht beides zu mischen“, verrät Dresler. Zum Thema Alltagskontraste wurde gemeinsam überlegt, was den Jugendlichen tagtäglich begegnet und welche Rolle es für sie spielt. Anhand dieser Ideen entwarfen und spielten die Teenager verschiedene Szenen. Bewegung, Mimik und Gestik wurden hinterher darauf untersucht, welche Gegensätze sie enthalten, dienten aber zugleich als zusätzliche künstlerische Inspiration. Solches Schauspiel fördert Selbstvertrauen, fordert es aber auch: „Zuerst waren alle etwas schüchtern, aber später sind viele wirklich aufgeblüht“, erinnert sich Theaterpädagogin Dresler.

Hypnotische Wirkung

Zur Abschluss-Aufführung fanden sich rund 30 Zuschauer ein. Die jungen Theater- und Trommelkünstler zeigten dem Publikum dabei ihr ganzes Können: Nach dem Aufstehen geht’s direkt ans Mobiltelefon, um sich zu verabreden, danach ruft der Fußball und ein Horror-Film wird mit Flaschendrehen abgerundet. Durch Boden, Wände, Mark und Bein gingen die geradezu hypnotischen Trommeleinlagen. Belohnt wurden die acht Performance-Künstler mit stehenden Ovationen des Publikums.
Auch im nächsten Jahr ist ein Ferienangebot im Computainer geplant. Ihre Wünsche für den Kurs durften die Teenager schon einmal per Zettel vermerken.
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