Wohnen und Arbeiten

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Am Ende des Frielingsdorfweges stehen Hallen und das siebenstöckige Hochhaus. Foto: Henschke
 
Vom Brosweg aus scheint es sich um ein zweistöckiges Gebäude zu handeln. Foto: Henschke

Neubau einer zeitgemäßen Immobilie zwischen Brosweg und Frielingsdorfweg

Auf Antrag einer Kettwiger Grundstücksgesellschaft wird ein beschleunigtes Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans für das Baugebiet „Frielingsdorfweg/Brosweg“ auf den Weg gebracht.


Begrenzt wird das rund einen Hektar große Baugebiet durch eine öffentliche Grünanlage mit einem Fußweg zwischen Heidhauser Straße und Brosweg, durch den Brosweg selbst und die höher gelegene Fläche des öffentlichen Kinderspielplatzes. Im Norden werden der Getränkemarkt und das mit einer Tanzschule und Wohnhaus bebaute Grundstück die Grenzen bilden.

Generationen-Wohnen

Nun soll an dieser Stelle eine zeitgemäße Immobilie für ein modernes Dienstleistungs- und Wohnprojekt entstehen. Fünf auf zwei „Podesten“ stehende Häuser sind geplant, die alle deutlich vom Hang am Brosweg abgerückt sind. Dies ermöglicht den Hang mit seinem Bewuchs als durchgehenden Grüngürtel weitestgehend zu erhalten. Ein Gebäude ist als Büro- und Ärztehaus vorgesehen. Die anderen vier Häuser stehen auf Podesten. Statt einer Tiefgarage werden die notwendigen 65 Stellplätze in diesen „Podien“ realisiert. Ergänzend gibt es 18 Besucherparkplätze am Büro- und Ärztehaus. In den ersten Ebenen der Häuser sind jeweils Büros und Dienstleister vorgesehen. Die oberen Ebenen bieten Raum für Wohnen, bis zu 38 Wohneinheiten könnten realisiert werden. Ein Schwerpunkt ist im Bereich Generationen-Wohnen denkbar, wo gemeinsames Leben von Jung und Älter möglich ist. Dies soll durch bewusst gesteuerte Vermietung an Menschen aller Generationen erreicht werden. Der Bedarf an reinen Altenwohnungen, isoliert von sonstigen sozialen Milieus, sinkt nämlich zusehend. Anfahrt und Erschließung der Parkplätze erfolgen über den Frielingsdorfweg. Der Zugang zu den in den oberen Ebenen angeordneten Wohnungen wird zusätzlich über Brücken vom Brosweg möglich. Als Ergänzung ist eine Wegeverbindung vorgesehen.

Kita und Fitnesscenter

Abgerissen werden die zurzeit auf der Fläche stehenden Gebäude: Ein siebengeschossiges Hochhaus mit einer bunten Mischung von Wohnen und Büros. Vom Frielingsdorfweg aus sind die angeschlossenen gewerblichen Hallen zu erreichen, sie sind untergenutzt oder haben Leerstände. Ein Teil der Hallen wird von einem Fitness-Center genutzt.
Das Hochhaus hat auch einen Eingang vom 15 Meter höher gelegenen Brosweg aus. Hier wirkt es eher wie ein zweigeschossiges Gebäude. Vom Brosweg aus ist auch das erst vor einem Jahr eröffnete VKJ-Kinderhaus „LaLeLu“ zu betreten. Die Kita ist frisch renoviert, bestens ausgestattet. Hier werden bisher 34 Kinder in zwei Gruppen betreut. Um jedoch den weiterhin akuten Mangel an Kita-Plätzen zu mindern und besonders die Versorgungsquote U3 zu verbessern, ist ein Kita-Ersatz mit dann vier Gruppen vorgesehen. Kita und Firnesscenter sollen in die Podeste des Neubaus integriert werden.

Öffentliche Diskussion

Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren ohne die Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt werden. Auch soll die Öffentlichkeit frühzeitig an der Planung beteiligt werden. Dazu werden die Pläne ausgestellt, ergänzend werden sie an zwei Tagen erläutert. In einer öffentlichen Anhörung mit der Möglichkeit zur Diskussion wird über die Planung informiert. Ort und Zeitraum der Ausstellung, der Erläuterung und der Anhörung werden noch bekannt gegeben.
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