Ein fatales Signal

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Ein Kommentar zur Streichung der Buslinie 190

An Ruhrlandklinik und Papiermühle sind die Leute sauer. Vom ÖPNV abhängige Menschen, Schüler, ältere Leute, eine ganze Kita: Die Botschaft der Streichung „ihrer“ 190 kommt bei den Betroffenen so an: "Wir sind denen egal!"
Ein fatales Signal.

Zunächst einmal: Zahlen sind Zahlen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Woran sollen sich verantwortungsvolle Politiker sonst halten, wenn nicht an die Angaben der Verwaltung? Die Fahrgastzahlen der Buslinien gehen in den Keller? Unrentable Strecken schließen! So einfach könnte der ÖPNV sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab: Werden-Land heißt nicht umsonst so, hier wohnen weniger Menschen als in den Ballungszentren im Essener Norden. Die schon ausgedünnten Fahrpläne und eine durchaus ambitionierte Preisgestaltung sind ohnehin wenig attraktiv. (Zu) wenige Nutzer der Strecken sind in abgelegenen Gebieten fast zwangsläufig. Doch es häufen sich Fragen: Muss es immer nur der Blick auf die maroden Finanzen sein? Fallen da nicht wieder einmal Kinder und Senioren durchs Raster? Gibt es wirklich keinen Auftrag der EVAG, eine Grundversorgung auch der Randgebiete zu garantieren? Fahren dann nicht noch mehr Menschen mit dem Kfz und verstopfen Werden? Ob unsere engagierten Lokalpolitiker da noch etwas retten können?
Immerhin gibt es Vorschläge, die umsetzbar scheinen: Linien 169 und 180, bitte übernehmen! Hoffentlich klappt das. Denn „Grüne Hauptstadt schottet sich von grünen Stadtteilen ab“ wäre doch irgendwie keine gute Nachricht…
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