Jetzt wird wieder angepackt

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Von Anfang an dabei und Gründungsmitglieder von ParkFiction: (v.li.) Dominik Ruckschat, Judith Altenbockum und Danny Friedrich.
 
Für eine Verbesserung des Stadtteils und mit diesen Vorschlägen setzen sich die Teilnehmer der Veranstaltung ein.
Ruhig ist es geworden um das ParkFiction-Team: Materialien mussten aus- und umgepackt werden, Abrechnungen geschrieben und nicht zuletzt war dem ein oder anderen nach etwas Urlaub und Entspannung zumute.
Doch jetzt startete das Projekt in die nächste Runde. Zwar ist aufgrund zeitlicher Ressourcen erst einmal keine weitere ParkFiction-Aktion geplant, aber das heißt nicht, dass man untätig bleibt. Die Zeit nun wird genutzt, um die Intensivgruppen, die sich im September zu den Themen Barrierefreiheit, Fairteiler, Gemeinschaftsgarten, Sauberkeit und Spieletonne gebildet haben, weiterhin zu begleiten, zu vernetzen und zu beraten.

Aus diesem Grund fand im Forum der Apostelkirche, zur Verfügung gestellt von Pfarrer Werner Sonnenberg und seinem Team, ein Austausch-Treff statt, bei dem sich Gruppenleiter, Interessenten und Teilnehmer der vergangenen Veranstaltung trafen, um über das weitere Vorgehen zu diskutieren.
Anwesend waren auch die Initiatoren der ParkFiction-Idee Danny Friedrich, Dominic Ruckschat und Judith Altenbockum. In einem locker moderierten Gespräch wurden zunächst die Gruppen nochmals vorgestellt und im Anschluss sollte darüber geredet werden, wie man das ein oder andere umsetzen und verbessern kann.
„Wir arbeiten nach dem Grundprinzip: Aus dem schöpfen, was vorhanden ist“, erklärt Friedrich. „Damit können und wollen wir arbeiten und zudem in netter Runde beisammen sitzen. Die Motivation, die uns wieder zusammen gebracht hat, ist, dass wir Frohnhausen noch schöner machen wollen und so andere Frohnhauserinnen und Frohnhauser kennenlernen können.“
Zur Erinnerung: Vom 11.-13. September fanden sich gemäß dem Motto pro Tag ein Park Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils im Rielpark, im Westpark und im Gervinuspark ein, um gemeinsam zu diskutieren, zu visionieren und zu planen, aber auch zu meckern und darzulegen, was sie im Stadtteil und in den Parks stört. Vorangegangen war diesem Event die Wunschbaumaktion im August, bei der man auf Zettel schreiben konnte, was man gerne verändern wollen würde. Diese Zettel schmückten dann jeweils drei Bäume in den angegebenen Parks und wurden ausgewertet. Heraus kamen Kernthemen, um welche Arbeitsgruppen gegründet wurden.
„Meine Gruppe hat sich mit der Spieletonne auseinander gesetzt“, erklärt Maria Lüttringhaus. „Diese gelbe Tonne kann man für benachteiligte Stadtteile beantragen und sie ist mit einer Menge Spielsachen gefüllt, die die Kinder dann nutzen können. Als wir an einem Tag mit der Tonne unterwegs waren, haben sich die Kleinen sofort darauf gestürzt und haben sich gefreut, mit den Sachen spielen zu können.“ Leider gibt es derzeit wenig integrierendes Spielzeug, aber das kann sich ja noch ändern. Das Material ist weiterhin vorhanden und wurde für den nächsten Einsatz zwischengelagert.
Mit dem Thema Sauberkeit befasste sich die Gruppe um Olaf Jasser. Für den „SauberZauber“ hat sie viel Lob erhalten und ist auch schon voll durch gestartet. „Bisher waren wir im Bereich Berliner und Kölner Straße und an der Ecke Frankfurter Straße tätig. Auch mit dem Schulleiter Herrn Gröne sind wir in Kontakt gekommen und können vielleicht auch Schulen für die Aktion gewinnen. Jetzt muss man sich darüber unterhalten, wie die weitere Organisation vonstatten geht, vor allem, weil Frohnhausen ein großer Stadtteil ist. Möglicherweise kann man durch Flyer auf den „SauberZauber“ aufmerksam machen“, so Jasser. Auch das Thema Fairteiler kam kurz zur Sprache. Nach dem Foodshairing-Prinzip sollen in ein Regal Lebensmittel gebracht werden, welche nicht mehr vor Ablauf des Verfallsdatums verzehrt werden können. Dieses Regal ist dann öffentlich zugänglich und jeder kann sich daraus nehmen, was ihm gefällt. Mit im Boot sind schon ein Biobäcker und ein Biomarkt, sowie viele Stände wenn Markttag ist. Die Schwierigkeit hierbei ist das Finden eines geeigneten Ortes, welcher die gesetzlichen Vorgaben zu beispielsweise der Hygiene erfüllt.
Des Weiteren war das Anlegen eines Nachbarschaftsgartens ein Gesprächspunkt. Federführend hierbei ist Udo Seibert. Die Idee ist, dass, ebenso wie schon in der Diergardtstraße, eine Gartenfläche im Gervinuspark entsteht, auf der jeder, der Interesse am Gärtnern hat, dies auch tun kann. „Auf der Veranstaltung zur Neugestaltung des Gervinusparks hat sich ergeben, dass Grün und Gruga nichts gegen die Idee hat, allerdings sollte man zeitnah Pläne vorlegen“, so Seibert. „Allerdings muss sich eine kleine Gruppe finden, die sich dazu bereit erklärt, sich um den Garten zu kümmern. Alleine kann ich das nämlich nicht stämmen. Momentan wäre auch eine gute Zeit, um das anzuleiern, weil man jetzt schon die ganzen Vorbereitungen für den Frühling treffen und dann so richtig loslegen kann. Meiner Meinung nach ist ein Gemeinschaftsgarten als sichtbarer Punkt im Stadtteil sehr wichtig, um zu zeigen, dass sich hier etwas tut.“ Wer mitmachen will, kann sich unter der Telefonnummer 0201/64957273 oder unter der Mail-Adresse udo.seibert@freenet.de melden.
Zum Schluss stellte sich die Intensivgruppe um Andreas Kewes noch vor. Sie setzten sich dafür ein, dass der Stadtteil barrierefreier gemacht wird und Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwägen stressfreier durch Frohnhausen kommen. „Um für dieses Thema zu sensibilisieren, haben wir für den 5. Dezember einen Stadtteilrundgang geplant“, so Kewes. „Es wird um eine erste Problemwahrnehmung gehen und man wird sich darüber im Klaren werden, was Barrierefreiheit meint. Dabei können etwa Geschäftseingänge in den Blick genommen werden, Randsteine oder Treppeneingänge.“
Wie sich die Gruppen weiter entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Nicht zu leugnen ist allerdings, dass sich weiterhin einiges tut und engagierte Personen dafür eintreten, dass das Potenzial Frohnhausens erkannt und ausgebaut wird.
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