Knochenfunde identifiziert: Auch "Wollhaarnashorn" und "Bison" waren im Emschergebiet zuhause

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Die Mammuts bevölkerten noch bis vor 4.000 Jahren weite Teile Europas. Bei Kanalbauarbeiten an der Boye wurden die Knochen eines Mammuts in etwa sechs Metern Tiefe entdeckt. (Foto: Horst Schröder / pixelio.de)

Bottrop/Gladbeck. Bereits mehrfach wurden in den vergangenen Monaten im Rahmen des Emscher-Umbaus bei Kanalbauarbeiten an der Boye Knochen in etwa sechs Metern Tiefe entdeckt. Die Funde im Grenzgebiet zwischen Bottrop und Gladbeck wurden mittlerweile näher untersucht.

Nach den vorläufigen Bestimmungen, die der LWL der Emschergenossenschaft nun vorgelegt hat, konnten folgende Tierarten belegt werden: Mammut, Wollhaarnashorn, Steppenwisent (Bison), Pferd, Hirsch und Rentier. Mehr als 60 Baustellen der Emschergenossenschaft sind im Zuge der Kanalbauarbeiten an der Boye, dem Grenzfluss zwischen den Städten Bottrop und Gladbeck, archäologisch begleitet worden.

Prähistorischer Auerochse entdeckt

An mehr als 20 Stellen wurden Fossilien von eiszeitlichen Tieren festgestellt. Die Funde ermöglichten laut des LWL erstmals seit den 70er- und 80er-Jahren, wichtige Erkenntnisse zur Zusammensetzung der Fauna im prähistorischen Emscherraum zu gewinnen. Neben den genannten Tieren wurde an einer Baustelle der Emschergenossenschaft auch zirka ein Viertel eines Wildrindes, vermutlich eines Auerochsens, entdeckt. Die genaue Untersuchung läuft noch. Vermutlich stammt dieser Fund aber nach einer ersten Einschätzung des LWL vom Ende der letzten Eiszeit.
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