Fracking gefährdet die Trinkwassersicherheit - DIE LINKE fordert Verbot auf Flächen des Kreises Recklinghausen

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Das Hin und Her von Union und FDP im Bund und von SPD und Grünen in NRW in Sachen Fracking gerät allmählich zur Farce. Selbst wenn in Gladbeck keine Fracking Bohrungen geplant werden ist die Stadt doch betroffen, da der Großteil des Trinkwassers aus den Halterner Sanden gewonnen wird. Es ist unverantwortlich zum jetzigen Zeitpunkt und dem Stand der Technik Fracken irgendwo in Deutschland im Rahmen einer Gesetzgebung zu ermöglichen. Dass die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Wirtschaftsminister Gerald Duin trotz des Wissens um die Gefahren der Technologie, die als Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Landesgutachten hervorgehen, in der Zwischenzeit positiv auf die Fracking Pläne der Bundesregierung reagieren, ist nicht nach zu vollziehen.


Die Gefährdung unseres Trinkwassers durch Fracking wird nicht behoben, nur weil nun auch das Einzugsgebiet von Trinkwasserseen vom Fracking ausgenommen werden soll. Weder Bundesregierung noch Landesregierung können dem Grundwasser die Fließrichtung vorschreiben. Auch wenn Fracking in Zukunft ohne giftige Chemikalien möglich sein sollte kann niemand absehen, welche Auswirkung die Veränderung tiefengeologischer Strukturen bei der Gasförderung haben kann. Sei es im Hinblick auf das Trinkwasser durch entweichendes Methan oder im Untergrund gelöste giftige Stoffe oder im Hinblick auf seismische Aktivitäten.

In dieser Situation, in der einerseits die Bundesregierung versucht Fracking als ökonomisch notwendig zu verkaufen, andererseits die Landesregierung den Eindruck vermittelt, dass die ökologischen Folgen in Zukunft beherrschbar seien, muss alles unternommen werden, um die Sicherheit des Wassers und des Bodens vor den Auswirkungen der Fracking Bohrungen zu gewährleisten. Die Pläne der Bundes- und Landesregierung garantieren dies nicht. Die Fraktion DIE LINKE im Kreis Recklinghausen fordert daher ein Fracking-Verbot auf allen Flächen des Kreises Recklinghausen.
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2 Kommentare
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Robert Giebler aus Gladbeck | 20.05.2013 | 18:17  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 22.05.2013 | 11:13  
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