Wer kann helfen? Gesucht wird „H. Caspar“!

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Wer weiß etwas über dieses Gemälde oder über den vermutlichen Künstler „H. Caspar“? Wolfgang Schmelz wendet sich mit diesen Fragen als „letzte Hoffnung“ jetzt an die gesamte Lokalkompass-Community. Foto: Römer
Hattingen: Burg Blankenstein |

Geht es Ihnen eigentlich genauso? Beim Aufräumen, da tauchen Dinge wieder auf, an die man schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gedacht hat. Genau so jedenfalls ist es Wolfgang Schmelz ergangen.

„Irgendwann einmal“, erinnert sich der 65jährige, „habe ich auf einem Trödelmarkt ein Gemälde gekauft. Das gefiel mir gut mit der Burg da drauf und vorne, da stehen ein paar Fachwerkhäuser. Hinten fließt ein Fluss und überhaupt ist alles drumrum ziemlich grün wegen der Bäume.“
So fand das Kunstwerk in seinem dunkelbraunen Holzrahmen Platz in seiner Wohnung. Doch 2004 war es, da zog der Kfz-Mechaniker in ein schmuckes Eigenheim. „Der alte Schinken, der kommt mir aber nicht mehr an die Wand“, stellte seine Frau damals klar. So verschwand das Gemälde auf dem Dachboden.
Mittlerweile ist Wolfgang Schmelz aber Rentner und ein solcher, der räumt gerne auf, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat. Jetzt ist ja mehr Zeit als während des Berufslebens.
Da fiel ihm das Gemälde wieder in die Hand und es packte ihn erneut. Als er mit einem Freund darüber sprach und es ihm zeigte, sagte der gleich: „Das ist die Burg Blankenstein.“ Eine Expedition des Wattenscheiders eben dorthin bewies diese Aussage.
Jetzt packte Wolfgang Schmelz detektivischer Spürsinn: „Ich wollte einfach wissen, wer das Bild gemalt hat. Vielleicht ist es ja wertvoll oder irgendjemand ist interessiert, dessen Vater das Werk gemalt hat. Alles ist möglich.“
Daher wandte er sich zunächst an Stadtarchivar Thomas Weiß. Weil der ihm aber auch nicht helfen konnte, verwies dieser ihn an Gudrun Schwarzer vom Stadtmuseum.
Die zog zwar einen Blankensteiner Experten zu Rate, doch auch der konnte mit dem Namen des Künstlers, den alle übereinstimmend als „H. Caspar“ entzifferten, nichts anfangen. Selbst das Internet kannte einen solchen Maler nicht.
Was herauszufinden war: Das Gemälde muss um 1905 bis 1907 entstanden sein, weil der Bergfried noch ein bestimmtes Geländer hat und auch das Holzgeländer im Vordergrund im Gethmannschen Garten existierte nach Expertenmeinung nur in dieser Zeit.
Und einig sind sich alle darin, solch ein Gemälde mit dieser Perspektive auf die Burg noch nie gesehen zu haben.
Seine ganze Hoffnung setzt Wolfgang Schmelz nun auf die Lokalkompass-User. Wer also etwas zu diesem Gemälde oder seinen Maler sagen kann, der sollte sich wenden an die STADTSPIEGEL-Redaktion unter Tel.:02324/5657-25 oder per E-Mail: redaktion@stadtspiegel-hattingen.de
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