Hattinger Ehepaar hat putzige Untermieter: vier Eichhörnchen-Babys

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Sigrid und Alexander Cherouny haben zurzeit vier verwaiste Eichhörnchen-Babys in Pflege. Unterstützt werden die beiden Welperaner vom Hattinger Tierschutzverein. Foto: Strzysz
Hattingen: Hattingen |

Sigrid und Alexander Cherouny wohnen schön im Grünen. Da kommt schon mal das ein oder andere Häschen in den Garten gehoppelt und auch Eichhörnchen lassen sich hier immer wieder blicken. Selbst bis auf den Balkon klettern die putzigen Tiere, um die Nüsse zu ergattern, die dort für sie bereit liegen.

Vor einigen Tagen kam ein Baugerüst ans Nebengebäude und die Arbeiter entdeckten in der Wand ein Eichhörnchen-Kobel, wie die Behausungen der kecken Gesellen auch genannt werden. Das Tragische: In dem Kobel befanden sich vier Eichörnchen-Babys und trotz Abwartens ließ sich die Mutter nicht mehr blicken.
Also mussten Sigrid und Alexander Cherouny als Ersatzeltern ran.
Aber, Hand aufs Herz: Wüssten Sie bei all Ihrer guten Absicht um die Bedürfnisse solch‘ kleiner hilfloser Eichhörnchen? Eben. Sigrid und Alexander Cherouny nämlich auch nicht. Aber sie wussten sich zu helfen und nahmen Kontakt mit dem Tierschutzverein auf.
Mitglieder des Vereins waren auch schnell zur Stelle, um fachkundige Tipps zu geben. Und sie brachten gleich als Ersatz für die fehlende Muttermilch Milchpulver mit, wie es auch kleine Katzenbabys ohne Katzenmami bekommen.

Toben, fressen, schlafen

Woher die Dame vom Tierschutzverein so gut über kleine Eichhörnchen Bescheid weiß, klärte sich im Gespräch schnell: Sie zieht gerade selbst einen verwaisten Wurf auf. Sonst hätte sie sich liebend gern selbst der vier Babys angenommen.
Damit es die Jungtiere, die schätzungsweise fünf bis sechs Wochen alt sind, schön warm haben, bastelte „Papa“ Alexander ein großes muckliges Nest, randvoll mit Wärmflaschen und Decken. Und das steht jetzt mitten im Wohnzimmer.
Inzwischen dreht sich bei den Cherounys fast alles um ihre drolligen Untermieter. Wenn sie nicht gerade schlafen, huschen sie durch die gute Stube oder kuscheln mit „Mama und Papa“, bis sie vor Erschöpfung einschlafen. Aber spätestens, wenn sie Hunger haben, dann machen sie wieder auf sich aufmerksam. Dann nuckeln sie die Ersatzmilch aus einer Art „Milchspritze“. Ansonsten frönen sie neben dem Toben in der Wohnung sehr gern ihrer anderen Lieblingsbeschäftigung, dem Schlafen.
In etwa sechs Wochen, so schätzt die Expertin vom Tierschutzverein, sollen die munteren Gesellen ausgewildert werden. Das wird sicher ein schwerer Moment für alle Beteiligten – vor allem wohl für die menschlichen...
Aber vielleicht vergessen die kleinen Racker ihre Pflegeeltern ja nicht ganz und suchen sich in der Nähe einen Platz, wo sie sich ihren eigenen Kobel bauen. Und bestimmt gucken sie dann hin und wieder bei Sigrid und Alexander Cherouny vorbei. Es könnte ja irgendwo ein Nüsschen liegen...
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8 Kommentare
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 26.04.2016 | 16:33  
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Annegret Freiberger aus Menden (Sauerland) | 26.04.2016 | 18:03  
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Martina Janßen aus Hattingen | 26.04.2016 | 18:27  
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Jochen Menk aus Oberhausen | 26.04.2016 | 18:28  
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Brigitte Frohmut aus Hattingen | 26.04.2016 | 19:45  
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Kirsten Fischer aus Arnsberg | 26.04.2016 | 23:20  
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Imke Schüring aus Wesel | 27.04.2016 | 15:41  
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