SC Obersprockhövel muss schon am Freitag ran

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(von Toni Bertrams)


Die Oberliga-Fußballer der TSG Sprockhövel stehen in der zweiten Runde des Westfalenpokals. Im Wersestadion bei seinem Liga-Rivalen Rot-Weiß Ahlen setzte sich der Sieger des Hagener Kreispokals mit 2:1 (1:0) durch.

Es waren keine drei Minuten absolviert, als sich das Spiel schon entscheidend veränderte. Ahlens Mike Bollmann hatte nach einer Flanke von Lukas Opiola im eigenen Strafraum die Hand am Ball, so dass Emre Yesilova nicht einnetzen konnte. Die Konsequenzen: Rote Karte für den Rot-Weiß-Mann und Elfmeter für die TSG, den Christian Kalina zum 1:0 verwandelte. 87 Minuten in Überzahl.
„Da macht man gerne auch schon mal einen Schritt weniger“, sagte später TSG-Trainer Lothar Huber und war gar nicht so sehr überrascht, dass den Ahlenern, bei denen Aaron Vasiliou nach einer halben Stunde mit einem Mittelfußbruch ausgeschieden war, in der 59. Minute durch Faysel Khmiri der Ausgleich gelang – ebenfalls per Elfmeter, nachdem Julius Richter von Sprockhövels Stephen Lorenzen im Strafraum gefoult worden war.
Als die ersten dann schon begannen, sich auf die Verlängerung vorzubereiten, dachte sich ausgerechnet ein Ahlener unfreiwillig in der 88. Minute: ohne mich! Bernhard Venker lenkte einen eher harmlosen Freistoß Emre Yesilovas unhaltbar zum Sprockhöveler 2:1-Siegtreffer ab.
In der zweiten Runde des Westfalenpokals, die für den 11. September (Mittwoch) angesetzt ist, muss das Huber-Team beim SV Herbern antreten. Im Duell zweier Landesligisten setzte sich die Mannschaft aus dem Kreis Coesfeld mit 2:0 gegen den TuS 05 Sinsen durch.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6

Wegen seines traditionellen Sommerfestes wird der SC Obersprockhövel bereits Freitag (16. August) in die neue Bezirksliga-Saison starten.
Und los geht es um 19.30 Uhr (Am Schlagbaum) gleich mit einem Knaller: Der FSV Gevelsberg kommt. „Ein Schwergewicht der Liga“, sagt SCO-Trainer Dieter Iske und misst auch der 2:9-Klatsche, die das FSV-Team am Sonntag gegen Landesliga-Aufsteiger Hedefspor Hattingen bezogen hat, keine Bedeutung bei.
„Das nehme ich zur Kenntnis, mehr aber auch nicht“, sagt er. „Gevelsberg ist eingespielt. Wir werden an unsere Grenze gehen müssen. Ich denke, dass die Zuschauer ein tolles Fußball-Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe sehen werden.“
Dabei werden die Obersprockhöveler insofern ein Problem haben, als einige Spieler angeschlagen und einige gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen sind. „Dadurch haben wir wie jede andere Mannschaft auch“, erklärt Dieter Iske, „noch nicht so in den Rhythmus gefunden.“
Obwohl: Mit den Resultaten der Vorbereitung, unter anderem dem zweiten Platz beim stark besetzten Industrie-Cup in Witten-Herbede, war Die­ter Iske weitgehend zufrieden. „Ganz ordentlich“, formuliert der SCO-Coach, der im letzten Test vorm Saisonstart am Sonntag nach einer 3:0-Führung einen 3:2-Sieg seines Teams über den Niederrhein-Bezirksligisten Türkgücü Remscheid gesehen hat. Zweimal Muhidin Ramovic und Fabian Voshage trafen.
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