Stadtmarketing: Rück- statt Fortschritt

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Das Iserlohner Stadtmarketing ist seit vielen Monaten, besser Jahren, schwer erkrankt. Sowohl der Bürgermeister als auch die Politik unternehmen nichts, um dem Patienten überhaupt eine Besserungs-Basis zu verschaffen. Iserlohn macht mit seiner Außendarstellung genauso wie die Iserlohn Roosters nur negativ von sich reden

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Marketing-Bündelung im Baudezernat?

Nun soll auf einmal, so der Verwaltungsvorschlag, eine Bündelung im Baudezernat erfolgen. Alle haben richtig gelesen - im BAUDEZERNAT. Nun sind dort aber nach lokalkompass-Recherchen überhaupt keine Kapazitäten mehr frei. Dennoch ist vorgesehen, unter Federführung von Gabriele Bilke den neuen Stadtmarketing-Verantwortlichen zu platzieren. Ein Unding. In der Hauptausschuss-Sitzung von Dienstag, 14. Mai, wurde die Beratung über dieses Thema zurückgestellt. Die Verwaltung soll nun weitere Möglichkeiten ausloten.

Thekencharakter des Verkehrsvereins

Bevor aber überhaupt eine neue Stelle geschaffen oder der Bereich Stadtmarketing "umgeschichtet" wird, muss radikal aufgeräumt werden. Das City-Management, das nur noch wenige Einzelhändler vertritt und kaum eine Vertretungsbasis besitzt, täte gut daran, sich bei einer gesamtstädtischen Neuorientierung aufzulösen. Zurzeit ist das Stadtmarketing "nur" Geldgeber für innerstädtische Veranstaltung (z. B. Sommernächte).

Die Stadtinformation, die über Iserlohn Souvenirs verfügt, die Museums-Charakter besitzen, muss sich ihrer Thekenrolle im Stadtbahnhof im klaren sein.

Der Verkehrsverein, der ohne Vorsitzende auch keine wirklichen Akzente (außer den Dauer-Stadtführungen) seit Monaten setzt, muss seine Berechtigung ebenfalls hinterfragen.

GfW hat in Sachen Stadtmarketing versagt

Und schließlich hat die Gesellschaft für Wirtschaftsfragen (GfW) in Sachen Stadtmarketing versagt, obwohl Personal vorhanden wäre (u. a. der Mitarbeiter, der vor langer Zeit für das Stadtmarketing "eingekauft" worden ist). Im Aufsichtsrat der GfW sitzen mit Stadtkämmerer und Centpfuchser Friedhelm Kowalski sowie Baudezernent Olaf Pestl zwei Personen, die aber dem sich abzeichnenden Desaster keinen Einhalt geboten haben. Sie stehen ebenso wie der Bürgermeister in der Verantwortung.

Was ist für das Wohl der Stadt zu tun?

Zunächst müssen alle vier genannten Vereine bzw. Organisationen auf den Prüfstand. Dann ist gewiss zu hinterfragen, was die Politik, aber auch die heimische Wirtschaft und andere Bereiche des öffentlichen Lebens für die Stadt am Sinnvollsten ansehen. Der nächste Schritt wäre, die Machbarkeit der Wünsche abzuklopfen. Wo sind Möglichkeiten vorhanden, was wäre die beste Lösung und wie kann das Problem besonders personell gelöst werden. Dabei dürfen Namen und Positionen keine Rolle spielen.

Alte Seilschaften ausschalten

Ganz wichtig ist auch das Auschalten der (alten) Seilschaften, die nur ihren begrenzten Vorteil sehen.

Es gilt, endlich Hand an ein Iserlohner Problem zu legen, das seit Jahren ungelöst von Politik und Verwaltung geduldet wird. Das nun bekannt gewordene Model als Abteilung der Bauverwaltung sollte möglichst schnell entsorgt werden.
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Arno Heimann aus Iserlohn | 16.05.2013 | 13:02  
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