Mörder von Käthe Bisping erhängte sich im Wald

Gerd Hoppmann, Mordkommission Krefeld (re) und Staatsanwalt Martin Körber, gehen mit Sicherheit davon aus, in dem Toten, der sich am Montag Morgen im Wald erhängt hatte, den Mörder der 87-jährigen Käthe Bisping vor sich zu haben. Foto: Heinz Holzbach | Foto: Heinz Holzbach
  • Gerd Hoppmann, Mordkommission Krefeld (re) und Staatsanwalt Martin Körber, gehen mit Sicherheit davon aus, in dem Toten, der sich am Montag Morgen im Wald erhängt hatte, den Mörder der 87-jährigen Käthe Bisping vor sich zu haben. Foto: Heinz Holzbach
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Kreis Kleve/Emmerich. Der 51-jährige, drogenabhängige, vorbestrafte Mann aus Emmerich wurde tot im Wald gefunden. Er gilt als der Mann, nach dem die Polizei seit der vergangenen Woche fieberhaft suchte - als der Mörder der 87-jährigen Arztwitwe Käthe Bisping. Der 51-Jährige hatte sich an einem Baum im Wald an der Sandbahn das Leben genommen. Das teilte gestern die Mordkommission um Leiter Gerd Hoppmann und den leitenden Staatsanwalt, Martin Körber, mit.
„Der Mann wurde am frühen Montag-Morgen von einer Spaziergängerin, die mit ihrem Hund unterwegs war, gefunden“, so Pressesprecher Manfred Jacobi.
In der Jackentasche des Toten fanden die Polizeibeamten „Hundebröckchen“, ein Indiz, das die Beamten in der Annahme, hier den mutmaßlichen Mörder vor sich zu haben, unterstützte. Auch Alter und Beschreibung des Toten passten zu dem Gesuchten.
Der hatte sich in der vergangenen Woche Zugang zum Haus der Seniorin verschafft - wahrscheinlich, indem er sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgab. Darauf weist eine weitere Spur hin: „In dem sicher gestellten Beweismaterial fand sich auch ein Stück Papier, auf dem sowohl der Name der Seniorin, die Hausnummer und eine weitere Ziffernkombination vermerkt war“, so Hoppmann. Die Ziffern konnten inzwischen als Zählerstand der Wasseruhr identifiziert werden.
Die Leiche des 51-Jährigen wurde obduziert, ein DNA-Abgleich angeordnet. Das Ergebnis wurde am Abend mitgeteilt. Demnach wurden Übereinstimmungen zwischen den am Tatort gesicherten DNA-Spuren und den Vergleichsspuren des Tatverdächtigen Michael S. festgestellt. Eine weitere Entdeckung machte die Polizei so sicher: „Im Keller des Hauses, in dem der verheiratete Täter lebte, haben wir ein Ringbuch gefunden - eines, das es so nicht so oft gibt. Aus diesem Buch war eine Seite herausgerissen - es ist die Seite, auf der Name, Hausnummer und Ziffer notiert waren“, erklärt Hoppmann.
Die Polizei geht davon aus, dass der 51-jährige, vermutliche Täter dem Fahndungsdruck der letzten Tage nicht mehr gewachsen war. Käthe Bisping habe wahrscheinlich sterben müssen, weil der Täter, der häufig in Emmerich unterwegs ist, befürchtete, der Witwe zu begegnen und erkannt zu werden.

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Raubmord an Käthe Bisping: Erste heiße Spur
Kommt der Täter aus Emmerich?"

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Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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