Kita-Streik: Stadt Kleve spart 6.000 Euro pro Tag

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In Kleve werden seit Wochenanfang die städtischen Kitas Morgenstern, Kleeblatt und Zauberfarben bestreikt. Der Stadt Kleve kann der Kita-Streik relativ gleichgültig sein, sie spart damit sogar noch Geld.

Etwa 6.000 Euro pro Tag. Sie verdient indirekt sogar an dem Arbeitskampf: An Streiktagen behält die Stadt Kleve nicht nur den Lohn der Erzieher, sondern auch die von Eltern gezahlten Kita-Gebühren. An eine Erstattung ist nicht gedacht.

Pressesprecherin Katrin Berns erklärt, warum das so ist: „Bei den Elternbeiträgen handelt es sich nicht um Entgelte für eine konkrete Betreuungsleistung, sondern um einen Kostenbeitrag. Im Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten eines Betreuungsplatzes deckt dieser nur einen kleinen Anteil der entstehenden Kosten ab (derzeit ca. 11%) und ist als Beitrag zu den Gesamtkosten zu werten, die das Vorhalten eines Kita-Platzes in einem Jahr verursacht. Ein Schwanken dieser Gesamtkosten wird ohnehin nicht äquivalent an Eltern weitergegeben, sondern es gelten die Beiträge als feste Monatspauschalen, die die Satzung über die Erhebung der Elternbeiträge verbindlich festgelegt. Eine anteilige Auszahlung würde, proportional gerechnet zu den Ersparnissen durch die Streiktage und unter Berücksichtigung der verbleibenden Kosten eines Kita-Platzes, nicht zu nennenswerten Auszahlungsbeträgen führen, sodass der damit verbundene Verwaltungsaufwand nicht zu rechtfertigen wäre. Daher ist eine Erstattung der Elternbeiträge derzeit auch nicht anteilig vorgesehen. Selbstverständlich wurde jedoch die Mittagsverpflegung für die Dauer des Streikes abbestellt, sodass die Eltern um diese Aufwendungen auf jeden Fall entlastet werden.“

Mittwoch, 20. Mai, demonstrieren die Erzieherinnen in Kleve. Los geht es um 10 Uhr ab Lindenallee zum Koekkoekplatz, wo eine Kundgebung stattfindet.

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