Überlebenschance bei Herzinfarkt ist im Kreis Kleve besser als im Landesdurchschnitt

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Gemeinsam für die bestmögliche Versorgung von Notfallpatienten im Kreis Kleve: Landrat Wolfgang Spreen, Dr. Norbert Bayer, Rettungsassistent Dane Lorenz, Professor Dr. Stefan Schuster und Dr. Peter Enders (v.l.). (Foto: Karl-Leisner-Kliniken)

Kleverland. Seit zehn Jahren besteht im Jahr 2015 das Herzinfarkt-Netzwerk-Niederrhein, mit dem das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und der Rettungsdienst des Kreises Kleve die bestmögliche Versorgung von Notfall-Patienten ermöglichen. Durch die gute Vernetzung von Rettungsdienst und Klinikum ist die Hilfe bei Herzinfarkten besonders schnell und effektiv: Vom Eintreffen des Notarztes beim Patienten bis zur Wiedereröffnung der verschlossenen Herzkranzarterie vergeht in der Regel keine Stunde, die Überlebenschance bei akutem Herzinfarkt ist deshalb im Kreis Kleve 30 Prozent besser als im Landesdurchschnitt.

Das ist das Ergebnis guter Ausrüstung, Vernetzung und Schulung: „In den Jahren 2005 bis 2011 haben wir alle Rettungswagen und Notarzteinsatzfahr-zeuge im Kreis Kleve mit 12-Kanal-EKG-Telemetrie ausgerüstet. Das bedeutet praktisch: Schon am Notfall-Einsatzort kann ein EKG geschrieben und sofort zur Klinik gefaxt werden“, erläutert Landrat Wolfgang Spreen. „Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland die Todesursache Nummer Eins“, so Professor Dr. Stefan Schuster, Chefarzt der Medizinischen Klinik II / Kardiologie des St.-Antonius-Hospitals in Kleve. „Und im Notfall zählt jede Sekunde.“

Modernste Technik und geschulte Mitarbeiter

Um das Netzwerk qualitativ zu pflegen, werden die Rettungsassistentinnen und
-assistenten des Rettungsdienstes regelmäßig von den Kardiologen des Klinikums geschult, das Herzkatheterlabor des St.-Antonius-Hospitals garantiert durch Bereitschaftsdienst rund um die Uhr und modernste Technik eine bestmögliche Notfallversorgung. Die Überwachungsbettplätze etwa sind wie eine Intensivstation mit einem hochmodernen Monitoringsystem ausgestattet. Die Herzkatheter-untersuchung wird routinemäßig vom Handgelenk aus durchgeführt: Der sogenannte „Radialis-Zugang“ ist ein besonders schonendes Verfahren mit sehr niedriger Komplikationsrate.

Vernetzung mit dem Rettungsdienst war Pionierarbeit

„2005 haben wir durch die Vernetzung mit dem Rettungsdienst auf dem Gebiet der Notfallversorgung Pionierarbeit geleistet“, so Dr. Peter Enders, Haupt-geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. Deutschland-weit gehörte das Kreis Klever Netzwerk zu den ersten seiner Art. „Seitdem versuchen wir die Versorgung laufend zu verbessern. Die Unterstützung des Kreises Kleve war und ist dabei für uns ganz wichtig“, betont Dr. Enders weiter.
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