Kreispolizei warnt vor falschen Polizisten

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei im Kreis Mettmann erneut vor dem verstärkten Auftreten "falscher Polizeibeamter" am Telefon. Diese Trickbetrüger geben sich bei ihren Anrufen als polizeiliche Ermittler aus, um angeblich vor geplanten und unmittelbar bevorstehenden Straftaten von Einbrechern und Räubern zu warnen.

Dabei richten sie ihre "Warnungen" vornehmlich an ältere Mitbürger, um diese zu verunsichern und zu erschrecken, damit diese bereit sind, ihre Ersparnisse und Wertgegenstände in die vermeintlich "sichere Verwahrung" der in der Regel freundlich, oft aber auch sehr bestimmend und einschüchternd wirkenden Anrufer zu übergeben.

Drei Straftatversuche nach vorgenanntem Muster wurden der Polizei in Velbert allein am vergangenen Dienstag, 9. Mai, angezeigt. In allen Fällen gingen die potenziellen Opfer nicht auf die Betrugsversuche der "falschen Polizeibeamten" ein und informierten stattdessen richtigerweise ihre örtliche Polizei.

In diesem Zusammenhang macht die Polizei noch einmal ganz ausdrücklich darauf aufmerksam, dass echte Telefonate der Polizei niemals mit der als Notruf bekannten Rufnummer 110 signalisiert werden. Darüber hinaus wird die echte Polizei in Telefonaten auch niemals Vermögensverhältnisse von Angerufen erfragen und diese auffordern ihr Eigentum auszuhändigen.

Die drei Fälle lassen die Polizei vermuten, dass die Dunkelziffer nicht gemeldeter Tatversuche noch weitaus größer sein könnte. Alle Betroffenen werden dringend gebeten, sich zu melden. Auch Bürger, die eventuell sogar schon Opfer dieser Machenschaften geworden sind, sollten keine falsche Scham zeigen und die Tat unbedingt sofort anzeigen. Denn oft wenden sich solche Betrüger auch gerne wiederholt und dann mit gesteigerter Intensität und Brutalität an Menschen, die sie schon einmal erfolgreich betrügen und bestehlen konnten.

Sachdienliche Hinweise zu aktuellen Ereignissen dieser Art in der Schlossstadt Velbert nimmt die örtliche Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, jederzeit entgegen. Aber auch alle anderen Polizeidienststellen des Landes und der Notruf 110, nehmen aktuelle Hinweise zu solchen Taten und Tatversuchen jederzeit entgegen.

Aus gegebenem Anlass appelliert die Kreispolizeibehörde Mettmann zudem noch einmal an alle: Weder die Polizei noch andere Amtsträger rufen Bürger an oder stehen unangemeldet vor Haus- und Wohnungstüren, um über persönliche Geld- und Vermögensverhältnisse zu sprechen oder sogar Wertgegenstände oder Bargeld in Verwahrung zu nehmen. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Notrufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Hinweise:

==> Seien Sie am Telefon aufmerksam!
==> Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als
Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie als solche
nicht zweifelsfrei erkennen.
==> Gibt sich ein Anrufer als Polizeibeamter/-beamtin aus, lassen
Sie sich den Namen nennen und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde
an. Vergewissern Sie sich, ob es diese(n) Polizeibeamten/-beamtin
gibt und wie er/sie erreichbar ist.
==> Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen
Verhältnissen preis. Stellen Sie stattdessen gezielte Fragen, die nur
ein "richtiger Anrufer" beantworten kann.
==> Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache
mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n),
Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen unter
der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei eigenveranlassten
Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit
noch einmal.
==> Übergeben Sie niemals Geld oder andere Werte ungeprüft und ohne
Zeugen an unbekannte Personen.
==> Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es
ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat - Notrufnummer 110.
==> Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer
geworden sind: die Opferschutzbeauftragten vom Kommissariat
Vorbeugung helfen Ihnen gerne.

Angehörigen älterer Menschen und potentieller Opfer wird empfohlen:

==> Um Ihre älteren Angehörigen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen
und weisen Sie auf die verschiedenen Methoden solcher Telefonbetrüger
(Enkeltrick / falsche Polizei / etc.) hin.
==> Vereinbaren sie ein nur Ihnen gemeinsam bekanntes Stich- bzw.
Codewort für tatsächliche Notfälle oder Notlagen.

Autor:

Claudia Brück aus Düsseldorf

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