Betrunkene bedrohen Retter im Einsatz

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Einsatz in der Nacht: Sie kommen, um zu helfen - doch immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen (Foto: Themenbild / Magalski)
Menschen in Not zu helfen ist ihr Job, doch immer öfter geraten Retter selbst in Gefahr. Gewalt und Drohungen gegen Rettungskräfte sind in Deutschland trauriger Alltag - am letzten Freitag wurde die Besatzung eines Rettungswagens der Feuerwehr Lünen bei einem Einsatz zum Opfer.

Verletzter nach Treppensturz - der Albtraum begann mit einem Standard-Einsatz. Ein Rettungswagen machte sich am Freitagabend auf den Weg zum Einsatzort an der Jägerstraße, dort angekommen bemerkten die Retter schon vor der Tür eine Gruppe alkoholisierter junger Männer. Die Rettungskräfte brachten den Patienten für genauere Untersuchungen in den Rettungswagen, doch dann bemerkten die Feuerwehrleute Bewegungen im Fahrzeug. "Während der Verletztenversorgung hatte sich einer der stark alkoholisierten Männer hinter das Steuer des Rettungswagens gesetzt", schildert Rainer Ashoff, Leiter der Berufsfeuerwehr in Lünen.

"Mann beschimpfte Beamten auf das Schlimmste"

Nach Aufforderung an den Betrunkenen, den Rettungswagen sofort zu verlassen, eskalierte die Situation. "Der Mann beschimpfte den Beamten aggressiv auf das Schlimmste." Die Gruppe behinderte die Arbeiten des Rettungsdienstes extrem, die Retter fühlten sich bedroht und riefen die Polizei zur Unterstützung - bei Eintreffen der Ordnungshüter flüchteten die Männer. Rainer Ashoff: "Der Patient wurde anschließend ins Marien-Hospital transportiert, am Fahrzeug entstand kein Schaden." Die Rettungswagen-Besatzung konnte nach Gesprächen weiter im Dienst bleiben - um Leben zu retten trotz solch schlimmer Erfahrungen.

Thema "Angriff" im Lokalkompass:
> Pfefferspray stoppt Attacke auf Polizisten
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