Dr. Seibel schmeißt Amt als Vorsitzender

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Dr. Ulrich Seibel ist nicht mehr Vorsitzender der Interessengemeinschaft. (Foto: Magalski)
Dr. Ulrich Seibel war elf Jahre im Vorstand der Interessengemeinschaft Lünen-Süd, doch seit Mittwoch ist der Apotheker nicht mehr ihr Vorsitzender. Seibel legte am Nachmittag sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, als Grund nennt er Probleme bei der Planung zum Oktoberfest in diesem Jahr.

Dr. Seibel und der übrige Vorstand der Interessengemeinschaft hatten sich laut seiner Pressemitteilung nicht zum Konzept des Oktoberfestes in diesem Jahr einigen können, deshalb lege Seibel nun die Verantwortung für einen "Neuanfang in andere Hände". Im Gespräch mit unserer Redaktion wird Dr. Ulrich Seibel konkreter: Knackpunkt war ein möglicher Total-Ausfall des Oktoberfestes auf der Jägerstraße. "Vorstandsmitgleider möchten das Oktoberfest in diesem Jahr ausfallen lassen, diese Entscheidung wollte ich nicht mittragen", berichtet Seibel. Der Ex-Vorsitzende informierte nach eigener Aussage die Stadt Lünen, namentlich den Ersten Beigeordneten Horst Müller-Baß und Uwe Wortmann vom Kulturbüro über seinen Schritt und regt eine einmalige Übernahme des Oktoberfestes durch die Stadt Lünen in diesem Jahr an, "immerhin haben ein fertiges Bühnenprogramm". Ein Ausfall sei gerade bei Traditionsveranstaltungen immer ein Problem.

Gefromm spricht von Hauptversammlung in Kürze

Jochen Gefromm, der 2. Vorsitzende des Vereins, bekam die Information zum Rücktritt wie die Presse ebenfalls am späten Nachmittag. Gefromm reagierte in einer ersten Stellungnahme unaufgeregt: "Mit der Interessengemeinschaft Lünen-Süd wird es weitergehen, auch ohne Dr. Seibel." Gefromm erklärte die aktuelle Diskussion über eine Absage des Oktoberfestes so: Die Haushaltslage der Stadt Lünen habe dazu geführt, dass die finanzielle Unterstützung des Kulturbüros für Veranstaltungen in Lünen-Süd an die Interessengemeinschaft in diesem Jahr vermutlich nicht geleistet werden können. Die Unterstützung fehle dann, etwa bei der Müllentsorgung, Straßenreinigung und Ausschilderung für eine Großveranstaltung wie das Oktoberfest. Eine Absage des Oktoberfestes ist aber nach Angaben von Gefromm nicht definitiv, sondern ein Gedankenspiel für den den Fall fehlender Finanzierung und brauche einen Entschluss des Gesamt-Vorstandes, nicht eines Einzelnen. Gespräche mit potenziellen Geldgebern laufen noch in den den nächsten Tagen. Jochen Gefromm ist mit dem Rücktritt Seibels kommissarischer Vorsitzender und plant in Kürze eine außerordentliche Hauptversammlung zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Die Glückauf-Apotheke an der Alsenstraße bleibt laut Apotheker Dr. Ulrich Seibel auch nach seinem Rücktritt Mitglied der Interessengemeinschaft.

Thema "Oktoberfest" im Lokalkompass:
> Oktoberfest fehlt es an Alternativen.
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2 Kommentare
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Klaus Sommer aus Alpen | 22.06.2015 | 17:49  
Daniel Magalski aus Lünen | 22.06.2015 | 19:21  
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