Bürger in Wethmar — Wehrt Euch

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Bebauungsprojekt Wethmar-Ost — ohne Nahversorgungsangebot — (Foto: — geralt / pixabay —)
Lünen: Wethmar | .

Am 02.05.2017 wurde erstmals im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet Wethmar-Ost gesprochen.


Das Gebiet ist eingegrenzt durch die Matthias-Claudius-Straße, die Münsterstraße und die Oststraße, letztlich also das Gebiet um den alten Sportplatz herum, siehe Bild:


(Quelle: V E R W A L T U N G S V O R L A G E V L-4 3 / 2 0 1 7 // Bebauungsplan Lünen Nr. 223 "Wethmar- Ost" der Stadtverwaltung Lünen)


Die Detailpunkte beinhalten, dass die WBG das Gelände entwickeln wird.
Es stehen noch nicht alle benötigten Grundstücke zur Verfügung, deshalb schwankt die Anzahl der beabsichtigten Bauprojekte zwischen ca. 50 bis 150 Einheiten.

Seit dem Jahr 2000 sind dem Stadtteil "Alt-Wethmar" rund 380 Wohneinheiten in dem Ortsteil "Wethmar Mark" mit (lt. Erhebung 2006) cirka 1.500 Bewohnern zugewachsen.
Seit Jahren bemüht sich die Siedlergemeinschaft Wethmar Mark e.V. mit den neu ansässigen Bewohnern um eine Verbesserung der Nahversorgungssituation im Schulterschluss mit dem Ortsverband Altlünen der SPD.

Eine Hoffnung war, dass dies mit einem zwischenzeitlich projektierten Einkaufszentrum auf dem Viktoria-Gelände erfüllt werden könnte (eine FORENSIK wäre dann dort hinfällig gewesen).
Leider hat die Stadt diese Idee nicht weiter entwickelt!

Mit den späteren Überlegungen über ein jetzt in Umsetzung befindliches Projekt "Wethmar-Ost" verband sich dann wiederum die Hoffnung um eine bessere Nahversorgung für Gesamt-Wethmar, zumal zusätzlich bis zu 150 Wohneinheiten mit ?-Neubewohnern hinzu kommen sollen.

Nun sendet dazu die Vorlage zur Neubebauung leider negative Signale:

Eine erhoffte Verbesserung in Bezug auf einen dringend benötigten Lebensmitteleinzelhandel-Standort in Wethmar wird abschlägig beschieden.
Eine Markt- und Standortanalyse komme zu dem Schluss, dass ein Lebensmitteleinzelhandel am Baugebiet zu Umsatz-Beeinträchtigungen der zwischen 1,3 km und 2,5 km entfernten Standorte "NETTO/Münsterstr. ; LIDL/Schützenstr. und REWE+Aldi/Cappenberger Str. führen würde.

ZITAT: In der Untersuchung wird dargelegt, dass sich aufgrund eines neuen Supermarktes eine Umsatzverteilung von 12 % in den Nahbereichszentren Münsterstraße (Netto) und Cappenberger Straße (REWE, Aldi) ergeben würde. Eine Ansiedlung eines Discounters würde in dem Nahbereichszentrum Münsterstraße eine Umsatzverteilung von 15 % und in dem Nahbereichszentrum Cappenberger Straße von 6 % bewirken.


Verstärkt wurde die Aussage der Verwaltung noch durch Wortmeldungen von 2 SPD-Ausschussmitgliedern.
Eine Ratsfrau und ein sachkundiger Bürger plädierten eingehend dafür "der Standort NETTO dürfe nicht gefährdet werden". Netterweise wohnt die eine Person in der Viktoria-Siedlung, die Zweite wohnt Dorfstr./Höhe Johannishaus.

Im Übrigen hatte die Stadtverwaltung überhaupt keine Bedenken zu einem bereits genehmigten Neueinzug eines Lebensmitteldiscounters in die Nachbarschaft von SATURN/Marktplatz.
Da spielte die Beeinflussung der vorhandenen Strukturen im Einzugsbereich — Obst- und Gemüsehändler, Marktteilnehmer, Kaufland — keine Rolle!

Die aus dem zugrundeliegenden Gutachten zitierten Befürchtungen wurden allerdings nicht weiter im Detail ausgeführt, noch wurden die Verfahren zur Erhebung der angesetzten prozentualen Umsatzeinbußen erläutert.
Dementsprechend wurde die Einsicht in das komplette Gutachten beantragt. Die Erkenntnisse daraus werden hier dann publiziert.

Bis dahin bleibt uns Bürgern in Wethmar nur die schriftliche Beschwerde zur beschiedenen Ablehnung eines Nahversorgungsstandpunktes in Wethmar bei der Stadt Lünen und einer zahlreichen Teilnahme bei der angekündigten "Beteiligung der Öffentlichkeit" bei diesem Verfahren.

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