Forensik in Lünen: Befürworter der Klage in drei Fraktionen gespalten

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Blau = Alternativvorschlag von PRO Victoria
Die von PRO Victoria angeregte Abstimmung über den Weiterbestand der Klage führte zu dem Ergebnis: Zwei Drittel wollen die Klage weiterführen und ein Drittel stimmte dagegen. (33/16/2 Stimmen)

Aus den Wortbeiträgen der Klagebefürworter wurde klar: Die Klagefraktion hat kein einheitliches Ziel.

Ziel A) Die Klage wird aufrechterhalten, um gegenüber dem Land bessere Aussichten zu haben, das RWE-Gelände nahe der Lippe als Alternative zu dem RAG-Gelände noch durchsetzen zu können. Die Forensik selbst ist akzeptiert. Dieses noch erreichbare Ziel wird vornehmlich vom Bürgermeister JKF verfolgt.

Ziel B) Die Klage wird aufrechterhalten, um die Forensik in Lünen zu verhindern. Dieses, in keinem Falle reale Ziel, verfolgen noch die Wortführer ihrer Fraktionen, FH-Prof. Hofnagel (GFL) und Frau Dröge-Middel (CDU). Beide Personen werden als Hardliner in dieser Frage gesehen.

Ziel C) Kein klares Ziel ableitbar. Divergierende Argumente aus dem Kreis der SPD. Einigkeit dahingehend, dass die Forensik für Lünen nicht mehr verhinderbar ist, dennoch aus formalen Gründen die Empfehlung des Fraktionsvorsitzenden Haustein, den Pro Victoria-Antrag abzulehnen. Im Gegensatz dazu sprach sich der Stellvertretende Bürgermeister Störmer (SPD) uneingeschränkt für die Realisierung der Forensik aus.


Klagebefürworter unterschiedlicher Ausrichtung bereiten weiterhin dem Land ein leichtes Spiel wegen dieser Zerstrittenheit. Es ist aber zwingend geboten, dass Lünen mit einer Stimme das noch Machbare in dieser doch historischen Angelegenheit weiter verfolgt.

Die Aufgabe einer Konfliktbewältigung ist gestellt. Ein geeigneter Mentor, ausgestattet mit der Kompetenz einer konstruktiven und neutralen Gesprächsleitung sowie mit personenzentrierten Ansätzen, ist gesucht.

„Lünen mit einer Stimme“ lautet das Ziel. Das Scherbengericht, das die bislang immer noch nicht begründete Klage angerichtet hat, muss bereinigt werden.

Pro Victoria würde es als eine optimale Lösung ansehen, wenn es gelänge, Herrn Wolfram Kuschke als Mentor zu gewinnen. Als Minister im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten Peer Steinbrück und Chef der Staatskanzlei war Herr Kuschke maßgeblich mit der Forensik in Herne (auf der Schachtanlage Pluto) auf Seiten der Landesregierung tätig.

Ebenso konträr sieht Pro Victoria das Verhältnis zwischen dem MGEPA und der Verwaltungsspitze wie auch der Politik in Lünen. Auch hier ist es deutlich geworden: Ein Vermittler drängt sich auf.

Es bietet sich doch geradezu an, unseren Lüner Landesminister Rainer Schmeltzer mit ins Boot zu nehmen. Die guten Kontakte zur NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eilen Herrn Schmeltzer doch voraus.

Die Aufgabe lautet ja nicht „Forensik: JA - oder – NEIN“, sondern lediglich „Forensik ca. 400 m weiter in Richtung Süd-West“. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Wie Bürgermeister JKF in richtiger Weise in der Ratssitzung am 15.12.2016 ausführte, hat der Großteil der Bürgerschaft im Gegensatz zu manchen Politikern schon ein neutrales Verhältnis zu der kommenden forensischen Klinik aufgebaut. Die Lüner Bevölkerung benötigt keinen Mentor. Sie ist gewohnt Verantwortung zu übernehmen und zu leben.

Ein starkes Lünen empfindet eine forensische Klinik nicht als Belastung, vielleicht als Herausforderung. Und das ist gut so, denn wir in Lünen wollen kreativ das Geschehen mit gestalten, und nicht von außen vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Nicht gegeneinander,

Nicht nebeneinander,

einfach miteinander!


In diesem Sinne wünscht Ihnen die Bürgergemeinschaft PRO Victoria ein friedvolles und erfolgreiches 2017 und das bei bester Gesundheit


Stephan Gorski / Barbara Christ / Hans Laarmann
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