Jusos kritisieren Informationsmangel: Schließung des Jugendzentrums Horstmar

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Die Lüner Jungsozialisten (hier mit Minister Rainer Schmeltzer und Antenne-Unna-Moderator Lothar Baltrusch auf dem Brunnenfest) kritisieren, dass die Internetseite des Jugendcafés Horstmar nicht über die vorübergehende Schließung informiert.

Um zu erfahren, wie die Jugendarbeit der Stadt Lünen von den jungen Menschen angenommen wird, touren die Lüner Jungsozialisten durch die Jugendzentren. Am Dienstagabend wollten sie gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Horst Müller-Baß den Jugendtreff im Bürgerhaus Horstmar besuchen - eigentlich. Am Montagnachmittag bekamen sie einen Anruf eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung, der sie darüber informierte, dass die Anlaufstelle für Jugendliche zur Zeit geschlossen ist.

„Wir haben uns als politische Jugendorganisation angemeldet - deswegen konnten wir informiert werden“, erklärt Juso-Vorsitzender Daniel Wolski. „Aber was ist mit den jungen Menschen, die das Jugendzentrum täglich oder gelegentlich nutzen wollen? Sie stehen nun vor verschlossenen Türen“, kritisiert Wolski.

Denn auf der Homepage der Stadt Lünen, auf der auch die Seite der Lüner Jugendcafés zu finden ist, stehen weiterhin die regulären Öffnungszeiten, von einer vorübergehenden Schließung ist keine Rede. Auch auf der eigens eingerichteten Facebook-Seite des „Horst“ werden die Jugendlichen nicht informiert, obwohl die Seite wirbt: „Neuigkeiten werden hier immer gepostet! Klickt auf „Gefällt-mir“ um nichts zu verpassen!“

Die Lüner Jusos fordern die verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf, die Internetseite des Jugendzentrums umgehend zu aktualisieren und in Zukunft sorgfältigere Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Sie begrüßen, dass die Homepage neuerdings mit einer Kolumne des Bürgermeisters glänzt, allerdings wünschen sie sich, dass der Verwaltungschef seine Energie nun erst einmal für wichtigere Netzaktivitäten einsetzt und die Seiten der Jugendarbeit auf den neusten Stand bringt.

„Der Jugendtreff Horstmar ist eine wichtige Anlaufstelle für junge Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus und darf die Jugendlichen nicht im Stich lassen - schon gar nicht unangekündigt“, mahnt Juso-Vorsitzender Daniel Wolski. „Wir sehen die Gefahr, dass die jungen Menschen von dem eigentlich hervorragenden Angebot des Jugendcafés enttäuscht sind, wenn sie mehrfach vor verschlossenen Türen stehen, und es nicht mehr frequentieren, weil sie sich nicht darauf verlassen können.“

Wenn das Jugendzentrum wieder geöffnet ist und die Informationsmängel beseitigt sind, starten die Jungsozialisten einen neuen Versuch. „Wir wollen herausfinden, wie die jungen Menschen das städtische Angebot bewerten, was ihnen fehlt, damit wir es verbessern können, und was ihnen gut gefällt, damit wir es auch in anderen Stadtteilen umsetzen können“, kündigt Juso-Vorsitzender Daniel Wolski an.

Die nächste Station ist dann die „Haltestelle“ in Brambauer. Wolski: „Wir freuen uns, dass Horst Müller-Baß uns auch hierzu bereits zugesagt hat und dass er die Anliegen der jungen Menschen in unserer Stadt ernst nimmt.“ Beide Termin werden in der Juso-Sitzung am 13.07. um 19 Uhr in der SPD Lünen (Stadttorstraße 5) geplant. Alle Interessenten zwischen 14 und 35 Jahren sind herzlich eingeladen.
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Nina Kotissek aus Lünen | 13.07.2016 | 11:52  
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