51. Grimme-Preis : Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbands für Ina Ruck und Dietmar Ossenberg

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(Foto: Grimme)

Die Stifter des Grimme-Preises würdigen in diesem Jahr Verdienste um die Auslandsberichterstattung. Die WDR-Journalistin Ina Ruck und ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg werden für ihre herausragenden Leistungen als Auslandskorrespondenten mit der Besonderen Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbands (DVV) beim 51. Grimme-Preis ausgezeichnet.

Dies gab der Verbandsdirektor des DVV, Ulrich Aengenvoort, im Rahmen der
Preisträgerpressekonferenz des Grimme-Instituts am 4. März in Essen bekannt.

„Die Aufbereitung und Manipulationsfreiheit von Fakten und Bildern aus Krisengebieten ist nötig, um Ereignisse belastbar einzuordnen und sich in einer demokratischen Gesellschaft eine Meinung zu bilden. Den Medien und den Medienschaffenden kommt dabei eine herausragende Verantwortung zu. Dies gilt gerade auch für das Massenmedium Fernsehen“, so die Begründung des DVV. „Aufgrund der besonderen gesellschaftlichen Bedeutung einer unabhängigen und hochwertigen Auslands- und Krisenberichterstattung werden zwei Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise auf diesem
Gebiet verdient gemacht haben“, sagte Aengenvoort.
„Auslandsberichterstattung erfordert einen hohen persönlichen Einsatz, Kenntnisse der Länder und Menschen sowie Professionalität. Ina Ruck zeichnet eine außerordentlich sachliche und kenntnisreiche Berichterstattung vor allem auch im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt aus. Dabei ist ihre profunde und weitsichtige journalistische Arbeit über die Einordnung der europäischen und amerikanischen Dimensionen des Konfliktes besonders hervorzuheben. Mit Dietmar Ossenberg wird ein exzellenter Kenner des Nahen Osten geehrt“, heißt es weiter in der Begründung des DVV. Dietmar Ossenberg verfüge über „langjährige Erfahrungen, hohe Fachkenntnis und
interkulturelle Kompetenz, die dem Zuschauer den Nahen Osten ein Stück näher bringt.“
„Ina Ruck und Dietmar Ossenberg sind beide von Wertschätzung und Empathie getragen, wenn es um die Länder und Menschen geht, aus denen und über die sie berichten. Sie berichten auch, dass die Welt nicht nur aus Konflikten und Krisen besteht, sondern bringen uns fremden Lebenswelten nah, die uns im Dialog der Kulturen helfen und Brücken bauen zu Werten, die verbinden und nicht trennen,“ so die Begründung des DVV.
„Bei der Entscheidung für die Preisträgerin und den Preisträger der Besonderen Ehrung hat sich der DVV auch von der Aktualität leiten lassen“, so Aengenvoort. Die Gegenwart sei von aktuellen Krisen geprägt und die Konfliktlagen extrem unübersichtlich.
Unabhängige Journalistinnen und Journalisten könnten in dieser
Situation „Welterklärer im besten Sinn“ sein.

Der DVV verleiht als Stifter des Grimme-Preises die Besondere Ehrung an Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um das Fernsehen verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören Elke Heidenreich, Iris Berben, Klaus Doldinger, Alexander Kluge, Thomas Gottschalk, Hannelore Hoger und Matti Geschonneck. Im Rahmen des 50. Grimme-
Preises wurde mit der ARD-Reihe „Tatort“ erstmals ein TVFormat ausgezeichnet.


Mittwoch, 4. März 2015, 12 Uhr.
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