ENTWICKLUNG VON GATE.RUHR (Auguste Victoria 3/7) IN MARL SOLL 2018 BEGINNEN

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Stadt Marl und  RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI), wollen  gemeinsam die Fläche des Bergwerks Auguste Victoria 3/7 entwickeln . Die Machbarkeitsstudie wird noch in diesem Jahr abgeschlossen. 

Ambitionierter Zeitplan

„Es zeichnet sich nach dem zweijährigen Untersuchungsprozess ab, dass gate.ruhr in relativ kurzer Zeit umsetzbar ist“, erklärt Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG MI, die als Flächenentwickler den Strukturwandel in der Region mitgestaltet. An dem zu Beginn des Projektes aufgestellten Zeitplan halten Stadt und RAG MI somit fest: 2018 soll die Sanierung starten, 2019 die Erschließung des Areals. Bereits ab 2020 könnte die Stadt mit der Vermarktung im Norden beginnen. Hier sieht das Strukturkonzept eine Gewerbe- und Industriefläche von 22 Hektar auf der ehemaligen Halden- und Kraftwerksfläche sowie 11,8 Hektar am Hafen vor. Die schnelle und nachhaltige Folgenutzung des Areals sei Bestandteil der Vereinbarung „Wandel als Chance“, die Land, RAG und Bergbaukommunen im Februar 2014 abgeschlossen haben, betont Markus Masuth.

Umsetzung soll entschlossen vorangetrieben werden

Auch wenn die Bergwerksfläche im Süden des Areals aktuell noch unter Bergaufsicht steht (unter anderem, weil die Grubenwasser-Thematik noch nicht final geklärt ist), werde die Umsetzung des Gesamtvorhabens nicht wesentlich beeinträchtigt, da mit der Entwicklung des Geländes im Norden begonnen werde. 2030 soll Vollauslastung erreicht sein. Die Verwaltung treibt gate.ruhr mit Entschlossenheit voran, um hier international engagierten Unternehmen das Tor zum Ruhrgebiet und zu den europäischen Wirtschaftszentren zu öffnen.

Gutachter sehen keine unüberwindbaren Hindernisse

Wie die ehemalige Bergbaufläche für die neue Industrie- und Gewerbeansiedlung genutzt werden kann, haben mehr als ein Dutzend Gutachterbüros in den vergangenen zwei Jahren eingehend geprüft. Untersucht wurden unter anderem der Baugrund sowie der Natur- und Artenschutz, das zu erwartende Verkehrsaufkommen und mögliche Lärmbelastungen. Dabei haben sich die bisher vorliegenden Ergebnisse bestätigt: Es gibt keine unüberwindbaren Hindernisse für eine Folgenutzung als Industrie- und Gewerbegebiet.

Trimodalität gewährleistet 

Ein entscheidender Standortvorteil für gate.ruhr ist der trimodale Verkehrsanschluss durch die Anbindung an die nahen Autobahnen A52 und A43, über den Hafen am Wesel-Datteln-Kanal sowie über die Schiene. Der Erhalt des Bahnanschlusses ist inzwischen gesichert: Der Chemiepark Marl wird den Betrieb der Gleisanlagen übernehmen. So kann ein Teil des Verkehrs von gate.ruhr auf die Schiene verlagert werden.

Vorsorgliche Verkehrsplanung

Insbesondere die Verkehrsplanung wurde für die Machbarkeitsstudie intensiv untersucht. Aktuell fokussieren sich die Empfehlungen der Gutachter auf drei Varianten mit einem neuen Autobahnanschluss im Marler Norden. DeiStadt hofft, dass sie für dieses Projekt grünes Licht erhalten und das Vorhaben bis 2025 zügig umsetzen kann.  Es gibt es eine vorsorgliche Planung für die Entlastung der Carl-Duisberg-Straße im Übergangszeitraum zwischen dem Beginn der Vermarktung ab 2020 und der Einrichtung des neuen Autobahnanschlusses.

Gespräche mit den Genehmigungsbehörden

Darüber hinaus stehen in diesem Jahr, so Markus Masuth, als „Meilenstein zur Umsetzung“ die Detaillierung der Boden- und Baugrundsituation, die Abschlüsse von Erschließungsverträgen und Gespräche mit den Genehmigungsbehörden zu dem konkretisierten Konzept an. Masuth: „Für RAG Montan Immobilien GmbH sind diese Schritte geübte Praxis bei der Entwicklung ehemaliger Bergwerksareale. Um das Projekt zu einem Erfolg zu führen, ist eine öffentliche Förderung für die Infrastrukturmaßnahmen und die Herrichtung der Gewerbeflächen unabdingbar“.

nächste  Schritte

Über die nächsten Schritte wird der Rat der Stadt Marl entscheiden. Die Gutachten der Machbarkeitsstudie werden nach Fertigstellung den Fraktionen und der Öffentlichkeit in geeigneter Weise zugänglich gemacht. Der Rat hat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan bereits im Mai gefasst.
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