Erste Maßnahmen zur Renaturierung der Saarner Aue

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(Foto: PR-Foto Köhring/KP)

Anfang Oktober hat die Bezirksregierung Düsseldorf in Kooperation mit dem Umweltamt der Stadt Mülheim und der biologischen Wetterstation „Westliches Ruhrgebiet“ südlich der Mendener Brücke eine erste Renaturierungsmaßnahme der Saarner Aue begonnen. Dabei sollen die Wasserbausteine, welche vor Jahrhunderten dort angebaut wurden um eine Abtragung des Ufers zu verhindern, entfernt werden. Die sogenannte „Entsiegelung“ soll die Verbindung zwischen Gewässer und Aue verbessern und eine naturnahe Entwicklung der Uferlinie gewährleisten. „Die Ruhr soll ihrer Natur entsprechend am Ufer knabbern können“, so Jürgen Buderus, Dezernent für Ruhrunterhaltung und -schifffahrt der Bezirksregierung Düsseldorf.

Die Arbeiten werden wasserseitig mit extra für den Wasserbau ausgerüstete Schiffe und Mulden der Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführt. Diese nehmen das Material auf und fahren es über die Ruhr ab. Dabei werden laut Jürgen Buderus gut erhaltene Steine zur Wiederverwendung mitgenommen.

Bei einer „Initialmaßnahme“ werden in den ersten ein bis zwei Wochen vorerst circa 200 Meter des Ufers von den Wasserbausteinen befreit. Mit einem Try-and-Error-Verfahren will sich die Bezirksregierung erst einmal herantasten. „Wir müssen gucken ob das auch funktioniert“, so Jürgen Buderus. Wenn alles klappt sollen innerhalb von drei bis vier Wochen knapp 400 Meter des Ufers von den Wassersteinen befreit werden.

Förderanträge bei der Europäischen Union


Die Maßnahme ist Teil eines Maßnahmekonzeptes, welches vor fünf Jahren zum Erhalt der wertvollen Lebensräume erstellt wurde. Das Konzept stammt von der biologischen Wetterstation „Westliches Ruhrgebiet“. Für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen wurden 2013 und 2014 Förderanträge bei der Europäischen Union gestellt. Obwohl die Aue ein Naturschutzgebiet von EU-Bedeutung ist, wurden beide Anträge laut Gabriele Wegner vom Umweltamt abgelehnt. „Wir haben dann Gespräche mit der Bezirksregierung Düsseldorf geführt“, erklärt Gabriele Wegner weiter. Während sich die Stadt um die ökologische Verbesserungen an Viehbach, Mühlenbach und Rossenbeck kümmert, übernimmt die Bezirksregierung Düsseldorf die Maßnahme der Saarner Aue. Diese sollen über Fördertöpfe finanziert werden.
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Frank Schrör aus Mülheim an der Ruhr | 10.10.2016 | 12:04  
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