Global denken und lokal handeln: Das tun das lokale Agendabüro und die Klimaschutzinitiative jetzt unter einem Dach

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Hartmut Kremer, Ulrich Scholten, Cornelia Schwabe, Anika Füger, Uta Siemer. (Foto: PR-Foto Köhring/AK)

Klimaschutz ist nicht nur eine Frage der Weltpolitik. „Die Vereinten Nationen haben Ende 2015 unter anderem den Klimaschutz, die Friedenssicherung und die Armutsbekämpfung als Ziele für eine nachhaltige Entwicklung festgeschrieben. Diese Nachhaltigkeitsziele sind auch der Leitfaden für das kommunalpolitische Handeln“, betonte jetzt Oberbürgermeister Ulrich Scholten, als er die neue Geschäftsstelle des lokalen Agenda-Büros und der Mülheimer Klimaschutzinitiative am Löhberg 28 eröffnete.

Hier arbeiten jetzt Hartmut Kremer vom Agendabüro und Cornelia Schwabe von der Klimaschutzinitiative unter einem Dach, unterstützt von Uta Siemer und Annika Flüger. „Heller, freundlicher, zentraler und deshalb auch erreichbarer!“ So beschreibt Peter Keil vom Vorstand der Klimaschutzinitiative die Vorzüge der Gemeinschafts-Geschäftsstelle. Das Spektrum der bisher acht Gruppen und Initiativen, die die ehemaligen Räume der Ruhrapotheke als Treffpunkt und Arbeitsraum nutzen, reicht vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub über das Friedensforum und die Mülheimer Initiative für Toleranz bis hin zum Frauennetzwerk. Auch wenn Hartmut Kremer zwischen der Agenda- und der Klimaschutzarbeit „viele Schnittstellen und Synergieeffekte sieht“, weisen seine Kollegin Schwabe und er darauf hin, dass die beiden Fördervereine des Agenda-Büros (30 Mitglieder) und der Klimaschutzinitiative (80 Mitglieder), ihren Arbeitsschwerpunkten entsprechend, getrennte Organisationsstrukturen beibehalten werden.

Aktuelle Projekte

Und woran arbeitet das Nachhaltigkeitstandem Kremer/Schwabe konkret? Von der Bürgerbeteiligung an der Planung einer parkähnlichen Begrünung des kleinen Fischbrunnenplatzes an der Ecke Löhberg/Kohlenkamp und von einem Klima-Forum sind ebenso die Rede, wie von Klima- und Umweltkoffern, die für die Umweltbildung in den Schulen eingesetzt werden können. Ausgerechnet der Allgemeine Deutsche Automobilclub Adac hat ein elektrisch verstärktes Lastenfahrrad zur Verfügung gestellt, das man sich am Löhberg 28 ausleihen kann. So sollen Autofahrten und CO2-Abgase eingespart und Lasten von bis zu 200 Kilo transportiert werden. „Wir sind eben nicht nur eine Auto-Lobby. Uns geht es um die gesamte Bandbreite der Mobilität und um eine ganzheitliche und nachhaltige Mobilitätsberatung der Bürger“, unterstreicht ADAC-Präsident Peter Meyer.
Er gehört ebenfalls dem Vorstand der Klimaschutzinitiative an. Handwerklich Begabte und Interessierte sind im Agenda-Klimaschutz-Büro am Löhberg auch mit dem Up-Cycling-Koffer gut bedient. In ihm findet man Werkzeuge, mit denen man zum Beispiel Holzpaletten oder Metall- und Lederreste in nützliche Alltagsgegenstände umarbeiten kann. Was dabei herauskommen kann, kann man sich unter anderem in der Sonderbar des Diakoniewerkes Arbeit und Kultur, gleich neben dem Altenhof an der Kaiserstraße 8 anschauen. „Wir hoffen, dass unsere neue Geschäftsstelle zu einer Ideenschmiede für viele Projekte wird, die die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt fördert und viele Bürger dazu inspiriert, bei uns mitzuarbeiten“, beschreibt Hartmut Kremer das langfristige Ziel des Ortswechsels, weg von den bisher getrennten Geschäftsstellen des Agenda-Büros an der Friedrichstraße und der Klimaschutzinitiative an der Friedrich-Ebert-Straße. Aktuell arbeiten Cornelia Schwabe und Hartmut Kremer an dem Ziel Fördermittel des Bundesumweltministeriums nach Mülheim zu holen. Von 50.000 Euro ist die Rede. Damit wollen sie einen Klima- und Umwelt-Campus an der Gemeinschaftsgrundschule im Dichterviertel einrichten, der die Umwelterziehung und das öffentliche Bewusstsein für die Umweltprobleme des Stadtteils Eppinghofen (starker Autoverkehr, viel Lärm und besonders hohe Emissionswerte) vorantreiben sollen.

Der kurze Draht

Die neue Geschäftsstelle am Löhberg 28 ist telefonisch unter der Rufnummern von Hartmut Kremer (0208-455-6007) und Cornelia Schwabe (455-6041) sowie per E-Mail an: hartmut.kremer@muelheim-ruhr.de oder: cornelia.schwabe@muelheim-ruhr.de zu erreichen. Weitere Informationen findet man im Internet unter: www.klimazone-mh.deThomas Emons
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