Lindgens und kein Ende - ob und wer spielt falsch ?

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Die Verwaltung wird aufgefordert, einen detaillierten Bericht zu den folgenden Fragen , die den Ablauf der Planungen und Gespräche im Zusammenhang mit dem Lindgens-Gelände betreffen zu erstellen, diesen in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses vorzulegen und Vertreter des Investors einzuladen, damit diese ihre Position darlegen und - wie die Verwaltung - aus ihrer Sicht die nachfolgenden Fragen beantworten können .
1.
Ist es richtig, daß SMW ursprünglich vor mehr als einem Jahr einen Abrißantrag für „das
Lindgens-Gelände“ gestellt hat?
2.
Ist es richtig, daß der Investor allerdings ursprünglich einverstanden war, den
überwiegenden Gebäudebestand zu erhalten und dies auch Grundlage für die
Vorberatungsgespräche zwischen Verwaltung und dem Investor war?
3.
Wie erklärt sich dann nach Auffassung der Verwaltung dieses widersprüchliche Verhalten
des Investors, der ja fachkundig und in Mülheim verortet ist?
4.
Ist es richtig, daß die jetzt bekanntgewordenen und durch die Planungsverwaltung
veranlaßten Probleme (Denkmalschutz Schornstein pp/Bachfreilegung) erst nach den
persönlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Planungsdezernenten Honorarprofessor Peter Vermeulen und dem Vertreter des Investors Frank Esser
( Äußerung zu einem Hochhausvorhaben des Planungsdezernenten) seitens der Verwaltung in die Diskussion eingebracht und als Hinderungsgrund für eine Erteilung der erforderlichen Genehmigung in die Verhandlungen eingeführt wurden?
5.
Sollte 4. zutreffend sein wird um eine Erklärung des Herrn Oberbürgermeister hierzu
gebeten und zugleich zu der Frage, seit wann dem Oberbürgermeister die Probleme im
Zusammenhang mit dem Planungsverfahren bekannt waren.
Begründung:
Die Überplanung des Lindgens-Geländes ist von zentraler städtebaulicher Bedeutung.
Zugleich muß mit der gebotenen Sensibilität in bezug auf den Denkmalschutz vorgegangen werden. Auch Umweltgesichtspunkte mögen eine Rolle spielen.
Vor diesem Hintergrund ist die zögerliche Abarbeitung der Planungssgenehmigung durch die Verwaltung nicht nachvollziehbar. In der interessierten Öffentlichkeit und auch in den
Medien tauchen immer wieder Hinweise auf, die eine persönliche Auseinandersetzung
zwischen dem Planungsdezernenten Vermeulen und einem Vertreter des Investors dafür
verantwortlich machen wollen. Die Stadt Mülheim hat sich Transparenz auf ihre Fahnen
geschrieben. Gerade im sensiblen Baubereich ist das von größter Bedeutung. Deshalb sollen nach dem Grundsatz „beide Seiten sind zuhören" alle Beteiligten in der öffentlichen Sitzung angehört werden.
Jochen Hartmann
Fraktionsvorsitzender
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