Neue Galerie Gladbeck: "Escapement" Madeleine Boschan | Andy Hope 1930

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  »Escapement« – die Unruh, unentwegt schwingend in jedem mechanischen
Zeitmesser, stets in fliehender Bewegung und doch beständig am selben
Ort

Einladung zur offiziellen Ausstellungseröffnung am
Freitag den 11. September 2015 um 19.30 Uhr
Einführung: Christian Malycha, künstlerischer Leiter Kunstverein Reutlingen

Es gibt so viele Arten, sich die Welt, die uns umgibt, und unseren
Platz darin vorzustellen. Ich stelle mir am liebsten sämtliche
Sichtweisen auf einmal vor, um einen Blick auf dieses
außerordentliches Universum und unsere Existenz zu erhaschen.
Lange hegten wir die alte Vorstellung, dass es da ›draußen‹ das
Universum gibt und ›hier‹ uns Menschen, die Beobachter. Doch
inzwischen wird uns immer deutlicher, dass das Universum ein Universum
der wechselseitigen Durchdringung ist, und so müssen wir das
herkömmliche Wort ›Beobachter‹ schlicht und einfach aus den Büchern
streichen und es durch das Wort ›Teilnehmer‹ ersetzen.
Und von allen Hindernissen, die man überwinden muss, um zu unserer
Existenz zu gelangen, lauert keine beunruhigender als die ›Zeit‹. Die
Zeit erklären? Nicht ohne Existenz. Existenz erklären? Nicht, ohne die
Zeit zu bedenken. Diese tiefe und verborgene Verbindung zwischen Zeit
und Existenz aufzuklären, wäre die Aufgabe der Zukunft.
John Archibald Wheeler


In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung werden Madeleine Boschan (*
1979) und Andy Hope 1930 die Neue Galerie Gladbeck in einen
abenteuerlich weitläufigen Ort der Vorstellungskraft verwandeln, an
dem sämtliche Dimensionen der Zeit in ›wechselseitiger Durchdringung‹
beständig aus der Vergangenheit durch unsere Gegenwart in die Zukunft
fließen und zurück.

Paralleluniversen, Zeitreisen und Meteoriteneinschläge, Science
Fiction, Horrorfilme und Comics, Expeditionen in unbekannte Gebiete
und verbotene Welten, leichtsinniger Wissensdrang, die Relikte antiker
Monumente, der Brutalismus der modernen Betonarchitektur in unseren
Städten ebenso wie die Verheißungen des Weltraumzeitalters und
mysteriöse Übergangsriten bilden zusammen mit den Romanen und
Erzählungen des englischen Schriftstellers J. G. Ballard (1930–2009)
den Rahmen für das fantastische Spektakel, das Madeleine Boschan und
Andy Hope 1930 für Gladbeck erarbeitet haben.

Und wenn Vergangenheit und Zukunft für einen Augenblick in Eins
fallen, werden wir in dieser Zeitschleife – wie in einem Spiegel, in
dem man sich ohne Ende die immer selbe Geste wiederholen sieht – von
den Dämonen unserer eigenen technologischen Schöpfungen heimgesucht
werden oder Erlösung finden?

Madeleine Boschan
geboren 1979, lebt und arbeitet in Berlin.
Seit 2008 zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen
sowie Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a.:
ACLA – Art Center Los Angeles. Autocenter, Berlin. b-05, Montabaur.
Castlefield Gallery, Manchester. Daimler Contemporary, Berlin.
Einraumhaus, Mannheim. Enea, Rapperswil-Jona. Forgotten Bar, Berlin.
Galerie Bernd Kugler, Innsbruck. Galerie Klaus Gerrit Friese,
Stuttgart. General Public, Berlin. Gloria, Berlin. Hamburger Bahnhof,
Berlin. Herrenhaus Edenkoben. Hezi Cohen Gallery, Tel Aviv. Klondike
Institute of Art & Culture, Dawson City. Kunsthalle Erfurt.
Künstlerhaus Bethanien, Berlin. Kunstraum München. Kunstverein
Heppenheim. Kunstverein Reutlingen. Kunstverein Ulm. Marburger
Kunstverein, Marburg. Museo di Santa Giulia, Brescia. Museum für
Konkrete Kunst, Ingolstadt. Neue Galerie Gladbeck. Philara – Sammlung
zeitgenössischer Kunst, Düsseldorf. Remap3, Athen. Salon Dahlmann,
Berlin. Semper Depot, Wien. Stedelijk Museum, Ypres. Umetnostna
Galerija, Maribor. Villa Merkel, Esslingen. Vittorio Manalese & Fils,
Berlin.

Andy Hope 1930
geboren 1963, lebt und arbeitet in Berlin.
Seit 1995 zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen
sowie Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a.:
Autocenter, Berlin. Centre Georges Pompidou, Paris. Centro de Arte
Contemporáneo, Malaga. Essl Museum, Klosterneuburg. Freud Museum,
London. Galerie Bernd Kugler, Innsbruck. Galerie Christine Mayer,
München. Galerie Guido W. Baudach, Berlin. Haus der Kunst, München.
Hauser & Wirth, Zürich. Herzliya Museum of Contemporary Art, Herzliya.
Inverleith House, Edinburgh. Kai 10 Arthena Foundation, Düsseldorf.
Kestnergesellschaft, Hannover. Kunsthalle Düsseldorf. Kunsthalle
Nürnberg. Kunsthistorisches Museum, Wien. Kunstverein Ulm. KW
Institute for Contemporary Art, Berlin. MARTa Herford, Herford. Metro
Pictures, New York. MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main.
Neue Galerie Gladbeck. Oldenburger Kunstverein, Oldenburg. Sammlung
Falckenberg / Deichtorhallen, Hamburg. Sammlung Goetz, München.
Sammlung Rheingold, Düsseldorf. Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main.
Sprüth Magers, Berlin. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München.
Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen.

Zur Ausstellung erscheint eine Unikat-Edition.

Pressetext

Neue Galerie im Rathauspark
Bottroper Str. 17
45964 Gladbeck
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