Wer hat zuerst geschossen? & Wer starb zuletzt?

Zwischen „Israel“ und den „Palestinensern“ besteht seit Jahrzehnten der „status-quo.“ So weit, so sicher. Aber die Extremisten beider Seiten „spielen sich die Bälle“ zu, indem jede Seite von der anderen Seite behauptet: Friedensverhandlungen, Vertrauen bildende Massnahmen wie Verträge usw seien mit der anderen Seite nicht möglich.
Die Extremisten und Populisten beherrscht nicht der Menschenverstand, sondern die Propaganda, eine „schwarz-weiß“ Ideologie und letztlich die militärische Aufrüstung, weil der anderen Seite nicht vertraut werden kann.
Bei derartigen Denkstrukturen bleibt die sogenannte „Wahrheit“ immer auf der Strecke.
Die Frage: Wer hat zuerst geschossen? und: Wer starb zuletzt? - kann man weiterhin bis ultimo stellen ohne eine Antwort zu erhalten. Das war auch in den Zeiten des „kalten Krieges“ nicht anders.
Aber bei derartigen Konflikten -egal welche Hautfarbe, Religion, Ideologie usw sollte immer zuerst der Mensch zählen. Um dies aber zu erreichen müssen vertrauensbildene Massnahmen getroffen werde. Und diese Massnahmen dürfen nicht systematisch boykottiert werden. Man denke nur an das "West-Eastern Divan Orchestra" ( Daniel Barenboim) Aber in den Zeiten, in denen die Waffenlobbyisten auf der ganzen Welt ihre bombensicheren Geschäfte betreiben, ist es mutiger Frieden zu schliessen, als sich wie ein wildgewordener Kleinbürger aufzuführen, der die Schuld immer bei dem Anderen sucht.
„Es geht nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern sie zu schaffen.“ (Denis de Rougemont) Oder, wer seine Gedanken nicht ändert, muss sich nicht wundern, dass er immer auf dieselbe Realität trifft. Da gibt es also nur den Verhandlungtisch und den Abbruch von Mauern!!!! Gute Beispiele entwickeln ihre eigene Dynamik. Aber leider gilt das auch für die „Auge um Auge“ Ideologie.

Autor:

Dr. Mathias Knoll aus Arnsberg

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