Ahnenforschung im Stadtarchiv Balve
Die spannende Suche nach den Vorfahren

Beispielsweise ein alter Pass aus der Nazi-Zeit kann ein wertvolles Fundstück bei der Ahnenforschung sein.
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  • Beispielsweise ein alter Pass aus der Nazi-Zeit kann ein wertvolles Fundstück bei der Ahnenforschung sein.
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Einen Pirat oder eine Prinzessin in der Familie gehabt? - Ahnenforschung ist nicht nur etwas für Märchenerzähler, sondern kann ein spannendes Hobby sein.
Erstmals nach zwei Jahren Corona-Pause haben sich die Familienforscher in Balve getroffen. Man kennt sich und schätzt die Expertise des jeweils anderen. „Im Arbeitskreis Familienforschung für Balve und Umgebung unterstützen wir uns gegenseitig. Endlich wieder mal Erfahrungsaustausch vor Ort“, erklärt Burkhard Wendel, Mitglied des Arbeitskreises.

Der Balver Stadtarchivar Reimund Schulte zeigt, wie mit den alten Karteikarten das Meldeverfahren funktionierte und erläutert deren Nutzung für die Familienforschung.
  • Der Balver Stadtarchivar Reimund Schulte zeigt, wie mit den alten Karteikarten das Meldeverfahren funktionierte und erläutert deren Nutzung für die Familienforschung.
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Und Stadtarchivar Reimund Schulte ergänzt, warum es für Familienforscher lohnenswert sei, das Stadtarchiv aufzusuchen. „Hier sind die alten Standesamtsbücher aus Balve und Garbeck komplett einsehbar. Immerhin werden seit 1874 auf Anordnung des preußischen Staates standesamtliche Geburts-, Heirats- und Sterberegister geführt.“
Wer ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, darf Einsicht nehmen. Denn hier beginnt die spannende Recherche nach den Wurzeln der eigenen Vorfahren. Besonders interessant seien Belegakten zu Eintragungen, wie beispielsweise Aufgebotsunterlagen und standesamtliche Dokumente der Eltern.

Wie beginnt die Suche?

Vor der Recherche im Stadtarchiv sollte der erste Weg zu noch lebenden Verwandten führen. Oma, Opa, Tanten und Onkel besitzen die wertvollsten und gleichzeitig vergänglichsten Informationen über die Familiengeschichte: ihre Erinnerungen.

Ahnentafel

Die gesammelten Daten trägt man dann am besten in eine Ahnentafel ein, um den Überblick zu behalten. Ganz unten steht man selbst, darüber die Eltern, Großeltern und so weiter.
Reimund Schulte führt durch die „Schatzkammer“ der Geschichte: Das Archiv im Keller der der Realschule am Krumpaul verfügt über 50 Quadratmeter Magazinfläche und zusätzlich über ein geräumiges Büro zum Arbeiten.
Ab 1894 sind auch An-, Ab- und Umzugsregister vorhanden. Unterlagen, die das alte Amt Balve betreffen, ergänzen die Forschungsmöglichkeiten. Da auch Affeln, Altenaffeln, Küntrop und Blintrop ursprünglich zu Balve gehörten, sind deren Dokumente ebenfalls hier zu finden.

Alte Postkarten und auch Fotos können Aufschluss über die Familiengeschichte geben.
  • Alte Postkarten und auch Fotos können Aufschluss über die Familiengeschichte geben.
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Interessiert?

Immer montags von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr und nach telefonischer Absprache ist das Balver Stadtarchiv in der Realschule am Krumpaul geöffnet.
Telefon: 02375-9372838, E-Mail: stadtarchiv.balve@gmail.com.
Informationen zum Balver Arbeitskreis Familienforschung erteilt Burkhard Wendel, Tel. 02375-5788.
Und wer seine Forschungsarbeit in einem Computerprogramm verwalten will, kann beispielsweise die Genealogie-Software, wie Ahnenblatt (Basisversion gratis) oder Stammbaumdrucker (Testversion gratis), ausprobieren.

Autor:

Anja Jungvogel aus Hagen

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