Mehrgenerationenprojekt Kiwitt
Modernes Wohnprojekt in Bergkamen vorgestellt

Foto: Jörg Prochnow
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Die Stadt Bergkamen stellte das Mehrgenerationenprojekt „Kiwitt“ auf einer Bürgerversammlung vor und entfachte damit erheblichen Gegenwind.

Offensichtlich waren die meisten Besucher am Mittwoch nur aus einem Grund zur Bürgerversammlung in den Bergkamener Ratssaal gekommen: Um ihren Unmut zum geplanten Mehrgenerationenprojekt Kiwitt auszudrücken.
Zusammen mit der Kreis-Siedlungsgesellschaft (UKBS) plant die Stadt Bergkamen eine Fläche von etwa 2 Hektar Größe zwischen der Weddinghofer Straße und der Bambergstraße mit sogenannten Mehrgenerationshäusern zu bebauen. Die Entwürfe dazu wurden von dem Dortmunder Architekten Christian Hassinger vom Planungsbüro Post, Welters und Partner vorgestellt. Entstehen sollen dort ungefähr 40 bis 50 Wohneinheiten unterschiedlicher Art. Genannt wurden Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser. Des Weiteren Mehrgenerationshäuser, kleinere Bungalows bis hin zu Häusern für das betreute Wohnen. Gemeinschaftseinrichtungen in der Mitte der Anlage sollen zudem das soziale Leben der zukünftigen Bewohner fördern und dem Projekt Attraktivität verleihen. Dr. Hans-Joachim Peters, der 1. Beigeordnete der Stadt Bergkamen, betonte in seiner Eröffnungsrede auch, dass man bei der Wahl der Grundstücke auf eigenen Grund und Boden zurück greift und keine landwirtschaftlichen Flächen oder Grünland an der Peripherie benötigt. Die Zufahrt zu der geplanten Wohnanlage soll von der Weddinghofer Straße aus erfolgen, um die Bambergstraße nicht zusätzlich zu belasten. Das gesamte Grundstück ist in städtischem Besitz (nördlicher Teil) sowie im Besitz der RAG AG (südlicher Teil).

Anwohner fürchten den Verlust ihrer grünen Oase

Soweit, so gut. Allerdings fiel die Reaktion der Besucher nach der 45-minütigen Präsentation anders aus, als erwünscht oder erwartet. Heinz-Günter Hofeditz, Anwohner der Bambergstraße ergriff nach der Eröffnung der Diskussionsrunde sofort das Mikrofon und erörterte in einer offensichtlich vorher bereits ausgearbeiteten Rede alle Nachteile des Projektes sowie die Befürchtungen der Anwohner.
Auch gebe es bereits eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt.
Dabei stellte sich auch heraus, dass sich auf einem Teil des Geländes in vergangen Zeiten eine Müllhalde befand. Befürchtet wurde auch eine Zunahme des Verkehres im Bereich der Zufahrt. Die Hauptsorge vieler Anwohner war allerdings der Verlust ihrer Wohnqualität. Als „Verlust für den Menschen“ wurde das Projekt betitelt, was zu anhaltendem Beifall führte.
Viele Tiere, wie Fledermäuse, Igel und Fasane wurden verschwinden. Auch der Verlust eines Bolzplatzes wurde bedauert. Zudem müssten etwa 50 Bäume gefällt werden. 

Bebauung des Kiwittparks sei ein Verlust für die Menschen

Das Projekt als solches fand zwar bei den Besuchern durchaus Anklang, aber an anderer Stelle eben. Alternativen wurden genannt.

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