Europastadt in der Krise: Historiker Dietmar Scholz veröffentlicht neues Heft

Mit „Krisenzeiten“ setzt sich Dietmar Scholz in seiner neuen Veröffentlichung auseinander.
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  • hochgeladen von Verena Wengorz

„Krisenzeiten – Verwerfungen und Umbrüche in der neuzeitlichen Geschichte von Castrop und Castrop-Rauxel“ ist der Titel einer neuen Veröffentlichung von Dietmar Scholz. In dem rund 60 Seiten umfassenden Heft, das ab sofort zum Preis von 8 Euro in den Buchhandlungen der Castroper Altstadt erhältlich ist, setzt sich der Historiker mit zwei großen Krisen in der Stadtgeschichte auseinander.

Behandelt wird zunächst eine relativ kurze Periode, beginnend mit dem Konkurs der „Preußische Bergwerks- und Hütten-AG“ im Jahr 1877. In der Folge war es zur Stilllegung der Zeche Erin und zu einer Unterbrechung der spät begonnenen Industrialisierung Castrops gekommen.
Die zweite Krise – in den Anfängen als „Kohlenkrise“ bezeichnet – begann in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hält bis heute an und ist wesentlich komplexer als der erste beschriebene wirtschaftliche Einbruch.
Räumlich ist diese Krise nicht auf Castrop-Rauxel beschränkt, sondern betrifft die gesamte Region. Ihren Anfang nimmt sie mit dem Niedergang des Steinkohlebergbaus. Verschiedene Faktoren wie die demografische Entwicklung und der desolate Zustand der kommunalen Finanzen bewirken, dass die Region bis heute von struktureller Schwäche gekennzeichnet ist.
Einen wesentlichen Anfangspunkt dieser Krise stellt auch der Bau des Rathauses, das 1976 eröffnet wurde, dar. Schon bald als „Schuldentempel“ bezeichnet, markiert die Errichtung des „Stadtmittelpunktes“ den Beginn einer beispiellosen Überschuldung.
Der Anstoß für die Untersuchung habe sich, laut Dietmar Scholz, aus der Tatsache ergeben, dass die Stadt Castrop-Rauxel im Herbst dieses Jahres nur knapp einen Verlust ihrer kommunalen Handlungsfähigkeit abwenden konnte.

Autor:

Verena Wengorz aus Castrop-Rauxel

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