Wulfener Heimathaus
Afrikafreunde Wulfen laden zum ersten Afrikatag ein

Auf den ersten Afrikatag in Wulfen freuen sich Pit Brzezinski, Bernhard (Nase) Heming, Günter Hessing, Ritschi Vadder und Hannes Schürmann, die sogenannten Big-Five der Afrikafreunde Wulfen.
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  • Auf den ersten Afrikatag in Wulfen freuen sich Pit Brzezinski, Bernhard (Nase) Heming, Günter Hessing, Ritschi Vadder und Hannes Schürmann, die sogenannten Big-Five der Afrikafreunde Wulfen.
  • Foto: Bludau
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Fünf Wulfener Freunde haben durch ihren ersten Besuch in Muona ein Ort im afrikanischen Malawi, im Jahre 2006, eine Leidenschaft entwickelt, in die sie bis heute in ihrer Freizeit viel Kraft und Zeit investieren. Als die Fünf bei ihrer gemeinsamen Reise die große Not vor Ort ausmachten, war ihnen sofort klar: "Hier müssen wir helfen."

Und zwar möchten sie in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe geben und auch die Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle. Seit diesem Zeitpunkt haben sie verschiedene Hilfsprojekte in Malawi auf den Weg gebracht. Nun setzten sie ihre neuste Idee um: „Wir hatten schon lange vor, in Wulfen einen Afrikatag als Benefiz-Veranstaltung zu organisieren“, erklärt Vorstandsmitglied Ritschi Vadder. „Dank vieler Wulfener Unterstützer und Sponsoren geht der Wunsch am Sonntag, den 19. Mai, nun auch in Erfüllung. Bürgermeister Tobias Stockhoff unterstützt das Projekt und stellt sich gerne als Schirmherr an diesem Tag zur Verfügung.

Pünktlich um 10 Uhr startet der Tag mit einem Gottesdienst am Heimathaus.

Nach dem Gottesdienst geht es nahtlos weiter, so werden unter anderem ein afrikanischer Trommel- und Tanzworkshop, Haare-Flechten und Schminken angeboten. Auch kulinarisch hat der Afrikatag einiges zu bieten. Neben der obligatorischen Erbsensuppe, Grillwurst und Caféteria werden ein typisches afrikanisches Chicken-Curry-Reis Gericht, sowie eine afrikanische Boreworst als Grillwurst angeboten. Afrikanischer Wein, Windhoek-Lagerbier und das Cider-Getränk Savannah-Dry komplettieren die Afrikanische Speisekarte. Als Aperitif oder Digestif werden selbstgemachte Liköre von der Frauen-Pottkieker-Gruppe angeboten.

Auf den ersten Afrikatag in Wulfen freuen sich Pit Brzezinski, Bernhard
(Nase) Heming, Günter Hessing, Ritschi Vadder und Hannes Schürmann, die sogenannten Big-Five der Afrikafreunde Wulfen.

Big Five nannte Pater William Allan, ihr Ansprechpartner vor Ort, die fünf Wulfener als sie 2006 das erste Mal vor Ort in Muona im Süden von Malawi waren und sich danach die Afrikafreunde Wulfen gründeten, um die Lebensbedingungen in der Region zu verbessern. Dank vieler Wulfener Spenden konnten seitdem viele Hilfsprojekte entwickelt werden. Nach ihrem letzten Besuch im Oktober 2016 planen die Afrikafreunde mit William Allan dem Präsidenten der örtlichen Muona-Foundation den Bau von Klein-Biogasanlagen zu realisieren. „Mit dem Bau von Klein-Biogasanlagen als alternative Energiequelle versuchen wir einen Kreislauf, in dem immer mehr Wald als Feuerholz gerodet wird, zu durchbrechen“, berichtet Vorstandsmitglied Ritschi Vadder. Und weiter: „Auch der Erlös vom Afrikatag soll für das Biogas-Projekt verwendet werden.“ Angesichts eines weltweit drohenden Klimawandels und Rohstoffverknappung ist das Thema „Schonung von Umwelt und Ressourcen“ bei der Planung des Afrikatages mit eingeflossen. „Dass Ressourcen knapp werden können, haben wir auf unseren seit 1996 durchgeführten Afrikatouren selber mehrfach erfahren müssen“, so die beiden Afrikakenner Günter Hessing und Ritschi Vadder.

Das verwendete Einweggeschirr und Besteck bei dem Afrikatag besteht aus Biokunststoffen, aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohr, Maisstärke, Zellulose, Holz und abgeworfenen Palmblättern. Zur Musikalischen Unterstützung wird der Kirchenchor Cantus St. Matthäus den Gottesdienst mitgestalten. Eine Hüpfburg, eine Ausstellung über den Dorffotografen Theodor Hansen u. a. mit afrikanischen Fotoaufnahmen aus Namibia zwischen
1914 – 1919, sowie ein Verkaufsstand für Afrika-Culture und einem Frisierstudio runden das Programm ab. Später wird dann noch eine Wulfener Trommelgruppe auftreten. Den krönenden Abschluss bildet der afrikanische Chor Sacred Heart Gospel Singers aus Wuppertal.

Ein weiteres Tageshighlight ist auch ein Gewinnspiel, wo tolle Preise gewonnen werden können:

  1. Preis eine Wellnesswoche zur Erholung im Tschechischen Kurort Marienbad.
  2. Preis eine Wochenend-Probefahrt mit dem OPEL AMPERA-E.
  3. Preis ein Damenhaarschnitt
  4. Preis zwei Gutscheine für das CINEMAX-Kino in Essen.

Bleibt zu hoffen, dass an diesem Sonntag das Wetter mitspielt und viele Besucher den Weg zum Heimathaus am Rhönweg in Wulfen finden werden.

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt und ist zunehmend von Wüstenbildung und dem kompletten Verlust der heimischen Natur bedroht. Die Entwaldungsrate ist mit drei Prozent eine der höchsten der Welt. Die Einwohner brauchen Holz zum Kochen und roden deswegen die letzten Reste des Waldes ab. Die Hauptnahrung Mais wird in Monokultur angebaut. Im Gegensatz zu Bäumen bildet Mais keine tiefen Wurzeln aus, sodass während der jährlichen Regenzeit ein Teil des fruchtbaren Bodens weggespült und die Erträge gering sind. Für mehr Ertrag werden die Felder ausgeweitet, mehr Wald muss weichen. Dieser Kreislauf hat schwerwiegende Folgen für die Menschen, da sie immer öfter von Dürren und Überschwemmungen heimgesucht werden. Bekanntlich wurde im März/April diesen Jahres neben Mosambik und Simbabwe auch Malawis Süden von großen Überschwemmungen heimgesucht. Nachdem William Allan um Hilfe gebeten hatte, wurden umgehend einige Tausend Euro also Soforthilfe von den Afrikafreunden für Nahrungsmittel etc. zur Verfügung gestellt, um die größte Not zu lindern.

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