Tunnel-Projekt soll an Fahrt gewinnen // SPD Scharnhorst-Ost lädt Unterstützer und Verwaltungsvertreter zum Ortstermin an die Bahnstrecke ein

Wann? 10.02.2017 13:00 Uhr

Wo? Naturschutzgebiet Buschei, Buschwiese, 44319 Dortmund DEauf Karte anzeigen
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So sieht die Vision vom Durchstich unter der Bahnstrecke Dortmund-Hamm aus. (Foto: Stadt Dortmund)
Dortmund: Naturschutzgebiet Buschei |

Beim Ortstermin am Freitag, 10. Februar, wollen die SPD Scharnhorst-Ost, Ratsvertreter Rüdiger Schmidt und Scharnhorsts Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny der 2006 aufs Gleis geschobenen Untertunnelung der Bahnstrecke Dortmund-Hamm für Fußgänger und Radler neue Fahrt verleihen.

Eine unendliche Geschichte? Mit Unterstützung u.a. des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und des Arbeitskreises "Naturlehrpfad Alte Körne" sowie der beiden SPD-Abgeordneten in Bundestag und Landtag, Sabine Poschmann und Nadja Lüders, wollen die Scharnhorster Sozialdemokraten die Planung vom Abstellgleis holen. Treffen vor Ort ist am Freitag (10.2.) um 13 Uhr am Anfang der so genannten Panzerstraße, in der Straße Buschwiese (Zufahrt von der Asselner Straße aus). Dazu eingeladen hat man zum Ortstermin deshalb seitens der Stadt Bau- und Infrastruktur-Dezernent Martin Lürwer, Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl, Planungsamtsleiter Walter Nickisch und Werner Höing von der Unteren Landschaftsbehörde beim Umweltamt der Stadt Dortmund.

Ratsmitglied Rüdiger Schmidt und Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny hoffen, dass das Projekt nun an Fahrt gewinnt und die Tiefbauverwaltung bald konkrete Zeiträume für die Detailplanung und die Finanzierung nennen kann. Die Planungsverwaltung habe bereits signalisiert, dass es durchaus Zuschüsse aus dem Etat des Landes für das Radwegekonzept geben könnte. Auch Städtebauförderungsmittel seien denkbar, teilte Schmidt bereits im Vorfeld des Ortstermins mit.

Bundestagsabgeordnete Poschmann und die Landtagsabgeordnete Nadja Lüders begrüßen das Projekt ausdrücklich, so Werner Jakumeit, Sprecher der SPD Scharnhorst-Ost: "Sabine Poschmann und Nadja Lüders bieten ihre Hilfe an, wenn es noch Probleme mit der Deutschen Bahn beim Abschluss der notwendigen Kreuzungsvereinbarung geben sollte. Beide Mandatsträgerinnen werden ausloten, wo es auf Bundes- bzw. Landesebene Fördermöglichkeiten gibt."

Schon im Spätsommer 2006 hatte die Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst eine Machbarkeitsstudie zur Errichtungen einer Fußgängerunterführung unter der Eisenbahnstrecke zwischen Scharnhorst und Brackel als Verbindung vom Naturschutzgebiet Alte Körne zum Landschaftsschutzgebiet und zum neuen Brackeler Wohngebiet Hohenbuschei gefordert.

Im März 2007 wurde diese Studie vorgelegt. Ergebnis: Der Bau einer Fußgängerunterführung lässt sich verwirklichen. Die Deutsche Bahn teilte in 2008 mit, dass keine grundsätzlichen Bestehen gegen die Unterquerung bestehen. Im Dezember 2010 teilte der damalige Stadtrat Steitz dem Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung mit, dass die Kreuzungsvereinbarung in Vorbereitung ist. Im Haushaltsplan seien ab 2014 Mittel für den Ausbau bereitgestellt. Anfang Februar 2011 schloss sich der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung dem Antrag der BV Scharnhorst an.

Der Bau der geplanten Fußgängerunterführung zielt darauf, eine fuß-und radläufige Verbindung zwischen den Stadtbezirken Scharnhorst und Brackel herzustellen. Bisher gibt es nur zwei Wegeverbindungen zwischen der Flughafenstraße im Westen und der Kurler Straße im Osten über mehrere Kilometer entlang der Nordseite der ICE-Strecke und entlang der Südseite der ICE-Strecke ohne Querung. "Die Bahnstrecke stellt quasi eine Demarkationslinie dar", so Werner Jakumeit. Insgesamt 55.000 Menschen in Scharnhost-Ost und -West sowie im südlichen Nachbarbezirk Brackel könnten von der Nord-Süd-Fuß- und Radwege-Verbindung profitieren.

"Die Brackeler erhalten eine Verbindung nach Norden zum Naturschutzgebiet ,Alte Körne' und zum Ortsteil Scharnhorst-Ost mit seinen verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten im Einkaufszentrum Scharnhorst und an der Droote", ergänzt Jakumeit: "Die Scharnhorster können das Landschaftsschutzgebiet Hohenbuschei und das Brackeler Feld erkunden und auch dem Training der Borussen auf dem Trainingscamp beiwohnen. Beschäftigte aus beiden Stadtbezirken können dann auch künftig mit Rad ihre Arbeitsstelle in Brackel und umgekehrt erreichen."
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