Sturmtief "Eberhard" über Düsseldorf
300 wetterbedingte Einsätze der Feuerwehr

Am Sonntagmittag machte sich Sturmtief "Eberhard" über der Landeshauptstadt Düsseldorf breit. Bis Mitternacht verzeichnete die Feuerwehr mehr als 300 wetterbedingte Einsätze. Die häufigsten Ursachen waren in Schieflage geratene oder umgestürzte Bäume und lose Dachteile.

Innerhalb weniger Stunden gingen mehrere Hundert Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr ein. Dabei unterstützte speziell ausgebildetes Personal der Feuerwachen die Leitstelle bei der Abarbeitung der Notrufe. Über den ganzen Tag verteilt waren alle Feuer- und Rettungswachen sowie alle zehn Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr mit über 300 Einsatzkräften über das Stadtgebiet verteilt im Einsatz. Die letzten Einsätze wurden gegen 23 Uhr beendet.
In Gerresheim wurde eine Person durch einen umgestürzten Baum in seinem Auto verletzt. Er konnte sich vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreien und kam ins Krankenhaus.
Auf der Gurlittstraße in Bilk stürzte ein größerer Baum gegen ein Wohnhaus und beschädigte einige Balkone. Da ein Erreichen des Baums mit dem Kran und auch der Drehleiter der Feuerwehr nicht möglich war, unterstützte ein Mitarbeiter des städtischen Garten- und Friedhofsamtes. Eine akute Gefährdung für die Bewohner konnte ausgeschlossen werden, im Laufe des Montags wird der Baum durch das Gartenamt entfernt.
Im Bereich der Bahnstrecke am Rotkäppchenweg in Flingern stürzte ein Baum auf die Oberleitung der Deutschen Bahn. Die erste Meldung des Anrufers, dass der Baum brennen würde, bestätigte sich nicht. Allerdings musste zur Entfernung des Gehölzes die komplette Bahnstrecke gesperrt und anschließend die Oberleitung durch einen Notfallmanager der Deutschen Bahn geerdet werden. Erst dann konnten die Einsatzkräfte mit der Entfernung des Baums beginnen. Nach zwei Stunden war der Einsatz beendet.

Umgestürzte Bäume 

Das Sturmtief "Eberhard" hat auch im Düsseldorfer Stadtgrün seine Spuren hinterlassen. Im Bereich des Deichgrafen im Südpark ist eine Weide, im Ostpark eine Hainbuche und im Schlosspark Garath eine Hemlocktanne umgestürzt. Im Schlosspark Eller sind drei Bäume gefallen, fünf Bäume wurden entwurzelt. Am Abenteuerspielplatz Heidelberger Straße ist ein Baum gefallen. Im Parkwald des Schlossparks Benrath sind insgesamt 25 Bäume gefallen, darunter Solitär-Buchen, Ahorn, Apfeldorn und Eiche. Auch im Elbroichpark wurde eine Solitär-Buche komplett beschädigt. Im Hofgarten brach der Stamm einer Linde und im Golzheimer Rheinpark eine Weide; beide müssen gefällt werden. Auch im Buchenwäldchen des Hofgartens muss eine Buche gefällt werden, da ihr Wurzelteller angehoben wurde. Im Nordpark, im Zoopark und im Hanielpark kam es zu diversen Starkastabrissen. Weitere Astbrüche sind im Volksgarten und auf dem Kinderspielplatz an der Chemnitzer Straße zu verzeichnen.
Am Staad sind Bäume mit Wurzeltellern durch den Wind in Schiefstand geraten. Durch eine umstürzende Kastanie und diverse Astbrüche wurden auf der Cecilienallee mehrere Autos beschädigt. An der Adlerstraße kippte eine Robinie samt Wurzelteller und beschädigte ein Auto. An der Zweibrückenstraße, am Lantz’schen Park und am Hans-Vils-Weg stürzten mehrere Bäume um. Auch an der Büdericher Straße, dem Grevenbroicher Weg, am "Werstener Deckel", Im Wäldchen und Im Kämpchen fiel je ein Baum. Ein rund vier Meter hoher Baum stürzte am Friederike-Fliedner-Weg auf ein Gartenhaus. An der Thewissenstraße am Nordfriedhof kippte ein Baum im Verkehrsgrün. Ein Ahorn ist am Bittweg abgeknickt, einer an der Bahlenstraße auseinandergebrochen und einer wurde an der Brinckmannstraße angeschoben. Je ein Ahorn wurde an der Further Straße und an der Münchener Straße entwurzelt. An der Aldekerstraße und an der Ziegelstraße sind Bäume so stark beschädigt, dass sie gefällt werden müssen. Zu Starkastabrissen kam es an der Diepenstraße. An der Redinghovenstraße brachen Äste einer Kastanie und an der Ittertsraße kam es zu einem Kronenriss.
Auf den Friedhöfen fielen einige Bäume oder wurden beschädigt: Vier Bäume stürzten auf dem Nordfriedhof; fünf weitere wurden so stark beschädigt, dass sie gefällt werden müssen. Auf dem Südfriedhof und dem Friedhof Unterbach fiel jeweils ein Baum. Auf dem Friedhof Stoffeln brachen zwei Stämmlinge aus einem Haselnussstrauch und ein Ast von einer Eiche. Auf dem Friedhof Gerresheim sind drei Bäume umgefallen, ein weiterer steht nun durch den Sturm schief. Eine Eibe fiel auf dem Friedhof Hassels; bei einer Birke und einem Ahorn brachen die Kronen. Im südlichen Teil des Alten Golzheimer Friedhofes ist der Stamm eines Baumes gebrochen; er muss gefällt werden. Auf den Friedhöfen Eller, Heerdt und Unterrath wurde nichts beschädigt. Auch auf den Friedhöfen Itter, Angermund, Kalkum sowie Hubbelrath gab es keine größeren Schäden.
Im Forstrevier Süd gab es rund 50 umgestürzte Bäume entlang der Waldwege und 400 im Waldbestand. Im Forstrevier Mitte stürzten 20 Bäume an den Waldwegen und 100 im Waldbestand; und im Forstrevier Nord fielen 10 an den Waldwegen und 50 im Waldbestand. Fünf Buchen wurden am Niederheider Wäldchen entwurzelt. Im Wildpark gab es keine größeren Schäden; er hat daher normal geöffnet.
Durch den Sturm sind im Parkwald insgesamt 25 Bäume mit einem Stammdurchmesser zwischen 30 und 130 Zentimetern gefallen. Daher muss der Wald aus Sicherheitsgründen ab sofort bis mindestens zum Ende der Woche gesperrt werden. In dieser Zeit werden die umgestürzten Bäume weggeräumt. Stehen gebliebene, aber beschädigte Bäume werden behandelt und ihre Standsicherheit kontrolliert. Ein Teil des Holzes verbleibt als "Spechtbäume", also als Unterschlupf für Tiere, im Wald.

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