Schlaglichter einer denkwürdigen Saison

Zwei Garanten einer erfolgreichen Fortuna-Saison: Kapitän und Mittelfeld-Motor „Lumpi“ Lambertz (l.) und Abwehr-Ass „Lucky“ Lukimya.
  • Zwei Garanten einer erfolgreichen Fortuna-Saison: Kapitän und Mittelfeld-Motor „Lumpi“ Lambertz (l.) und Abwehr-Ass „Lucky“ Lukimya.
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Eine furiose Hinrunde, eine durchwachsene Rückrunde und ein Paukenschlag in der Relegation. Fortuna Düsseldorf bewies in einer hart umkämpften Saison langen Atem.

Nach dem Katastrophen-Start in der Vorsaison, schaffte es die Fortuna, den Schwung einer erfolgreichen Rückrunde mit in die neue Saison zu nehmen – und startete diesmal ganz anders. Das Fallrückzieher-Tor von Sascha Rösler leitete den 2:0-Sieg gegen den im Vorfeld hoch gehandelten VfL Bochum ein.
Spätestens vier Wochen später erahnte auch die restliche Konkurrenz, dass das keine Eintagsfliege war: Mit einem 1:1 beim Liga-Krösus Eintracht Frankfurt bewahrten die Rot-Weißen ihren Nimbus der Unbesiegten – und der sollte noch lange anhalten.

Nachdem sich bereits früh in der Saison ein besonders enger Kampf um die Liga-spitze abzeichnete, gelang den Flingeranern am 17. Oktober ein besonderer „Big Point“: Mit dem 3:1-Erfolg nach frühem Rückstand am Hamburger Millerntor, distanzierte die Fortuna nicht nur den direkten Konkurrenten FC St. Pauli, sie präsentierte auch eindrucksvoll die Tugend, die wie kaum eine Zweite ihre Saison prägen sollte: Das „immer wieder Zurückkommen“, auch in schwierigen Situationen.

Und das galt auch für Widrigkeiten fernab des grünen Rasens. Das Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt stand bereits im Vorfeld im Schatten privater Schicksalsschläge und kurzfristiger Ausfälle. Mit einem 5:2-Sieg nach zweimaligem Rückstand bewiesen die Mannen von Norbert Meier einmal mehr, zu welchen Kraftakten sie in der Lage sind. Damit eroberte die Fortuna im Herbst die Tabellenführung. „Nebenbei“ hatte sie sich mit Siegen in Kassel und gegen 1860 München nach langer Zeit wieder für das Achtelfinale des DFB-Pokals qualifiziert.

Doch der vorläufige emotionale Höhepunkt folgte erst noch: Beim 2:1-Sieg in der Nachspielzeit gegen Dynamo Dresden brachen alle Dämme. Bis zum Ende der Hinrunde blieb die Fortuna ungeschlagen und feierte mit satten fünf Punkten Vorsprung auf Platz 3 die Herbstmeisterschaft.
Vor diesem Hintergrund wurde auch das anschließende 1:1 in Bochum als Erfolg verbucht. Was da noch niemand ahnte: Es sollte den Wendepunkt einer bis dahin nahezu makellosen Saisonbilanz markieren. Nur fünf Tage später setzte es beim 2:3 gegen die Überraschungsmannschaft des SC Paderborn die erste Saisonniederlage.

Beim Pokalaus gegen stark ersatzgeschwächte und lange Zeit dezimiert spielende Dortmunder Borussen hatten Mannschaft und Fans dann die zweite Heimniederlage innerhalb von vier Tagen zu verdauen. Ein Gefühl, was Besucher der Esprit-Arena seit langem nicht mehr kannten – und was die Beteiligten offensichtlich bis ins neue Kalenderjahr hinein verunsicherte.

Zwar hatte die Fortuna noch als Spitzenreiter überwintert, doch nach sechs sieglosen Spielen in Serie fand sie sich nur noch auf Tabellenplatz 5 wieder. Just in dieser Situation landete die Mannschaft einen Befreiungsschlag: Mit dem 5:0-Sieg beim Karlsruher SC brachte sie sich zurück ins Geschäft, der anschließende Heimsieg gegen Aue katapultierte die Rot-Weißen zurück auf Platz Drei.

Trotzdem kam die Fortuna in der Rückrunde irgendwie nicht mehr so Recht in die Erfolgsspur. Der „doppelte Dreier“ Anfang März blieb die einzige „Siegesserie“ der Rot-Weißen nach der Winterpause. Überhaupt gelangen der Fortuna in der Rückrunde nur noch ganze vier Erfolge, so dass auf der Zielgeraden bis zur letzten Sekunde gezittert werden musste.

Nach einer Niederlage in Dresden war das komfortable Punktepolster der Hinserie endgültig aufgebraucht. Während Fürth und Frankfurt bereits frühzeitig für die erste Liga planen konnten, fand sich die Fortuna drei Runden vor Saisonschluss plötzlich auf dem undankbaren vierten Platz wieder. In dieser Situation mobilisierte die Fortuna noch einmal alle Kräfte und rettete sich quasi auf der Felge ins Ziel namens Platz 3 - mit unbedingtem Willen und im Bunde mit ihrer Namensgeberin.
Durch den 14.(!) Elfmeter der Saison bezwangen die Meier-Schützlinge Union Berlin mit 2:1 und kletterten zurück auf den Relegationsrang. Den verteidigten sie mit einem glücklichen 1:1 beim späteren Zweitliga-Meister Greuther Fürth. Beim Schlussakkord in der ausverkauften Arena reichte gegen den 70 Minuten lang in Unterzahl spielenden MSV Duisburg ein hart umkämpftes 2:2, weil zeitgleich der SC Paderborn in St. Pauli unter die Räder kam.

Der 2:1-Erfolg im Relegations-Hinspiel in Berlin war zwar erst der zweite Auswärtssieg der Fortuna in diesem Kalenderjahr - aber der ebnete den Weg zu einem großen Saisonfinale… .

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