Service von ZWD, Jobcenter und Rheinbahn:
100.000 Aufträge für die Fahrgastbegleitung

Klaus Klar (Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn), Fahrgastbegleiterin Petra Storm, Claudia Diederich (Geschäftsführerin der ZWD), Gudrun Hernberger, Christian Wiglow (Geschäftsführer Finanzen und Personal des Jobcenters) und Thomas Adelmann (ZWD).
  • Klaus Klar (Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn), Fahrgastbegleiterin Petra Storm, Claudia Diederich (Geschäftsführerin der ZWD), Gudrun Hernberger, Christian Wiglow (Geschäftsführer Finanzen und Personal des Jobcenters) und Thomas Adelmann (ZWD).
  • Foto: Rheinbahn AG
  • hochgeladen von Andrea Becker

Düsseldorf. Die Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD), das Jobcenter Düsseldorf
und die Rheinbahn freuen sich über eine erfolgreiche Kooperation:
2007 starteten sie gemeinsam das Projekt „Begleitservice für Fahrgäste“.
In diesem Jahr feiern sie einen ganz besonderen Meilenstein –
den 100.000. Auftrag. Zahlreiche ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte
Düsseldorfer nutzen das für sie kostenlose Angebot und
bewahren sich so ein großes Stück Unabhängigkeit und Lebensqualität.
Bis zu 70 geschulte Servicekräfte begleiten die Fahrgäste nicht nur während
der Fahrt in Bus und Bahn, sondern von Tür zu Tür. Zusätzlich stehen sie
ihnen mit Auskünften zu Tarifen, Linienwegen oder den Ticketautomaten
zur Seite. Sie sind auf alle möglichen individuellen Situationen eingestellt –
seien es Fahrgäste mit Sehbehinderung, Gipsbein oder altersbedingten Einschränkungen.
Zum Einsatz kommen hier ausschließlich Langzeitarbeitslose,
die die ZWD auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitet. Basis für
die Umsetzung sind die Vorgaben durch den Gesetzgeber und das Jobcenter
Düsseldorf, das die Maßnahme finanziert.

Wertschätzung

Claudia Diederich, Geschäftsführerin der ZWD: „Die allermeisten Kunden
buchen den Begleitservice immer wieder: Wir haben aktuell 131 Stammkunden,  die unsere Unterstützung mindestens einmal pro Woche in Anspruchnehmen, ein Drittel davon sogar mehrmals. Diese Wertschätzung ihrer Arbeit ist für die Beschäftigten nach Jahren der Arbeitslosigkeit sehr wichtig: Sie übernehmen eine sinnvolle Aufgabe, die sie mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein erfüllen.“ Dem stimmt auch Christian Wiglow, Geschäftsführer Finanzen und Personal des Jobcenters, zu: „Der Begleitservice ist das beste Beispiel für den sogenannten Doppelnutzen der öffentlich geförderten Beschäftigung: Bürger bekommen einen zusätzlichen Service geboten, Arbeitslose eine neue Chance. Anderen helfen und für sich selber neue Chancen eröffnen, das ist das Erfolgsrezept des Begleitservices.“

Erfolgreiche Festanstellung

Von den insgesamt 1.665 Langzeitarbeitslosen, die als Fahrgastbegleiter
unterwegs waren, erhielten 361 anschließend eine Einstellung auf dem
ersten Arbeitsmarkt – davon 29 bei der Rheinbahn und drei beim Reisedienst
Maaßen, weitere 40 bei Subunternehmen der Rheinbahn. Klaus Klar,
Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn, begrüßt die
langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit: „Gemeinsam mit der ZWD und dem Jobcenter haben wir mit den Fahrgastbegleiternein Projekt entwickelt, dass auch andere deutsche Städte motiviert hat, etwas ähnliches anzubieten. Gerade wegen der vielen gelungenen Vermittlungen in eine Festanstellung ist es für mich ein Herzensprojekt, das ich seit vielen Jahren sehr intensiv begleite.“  Eine, die das Angebot des Fahrgastbegleitservices regelmäßig nutzt, ist Gudrun Hernberger: Zwei bis drei Mal in der Woche nimmt sie den Service auf dem Weg zum Arzt in Anspruch. Zusammen mit Fahrgastbetreuer Thomas Adelmann bildet sie ein eingespieltes Team, denn der 54-Jährige hat seine Kundin selbst eine Zeit lang abgeholt, um sie bei ihrer Fahrt in Bus und Bahn zu begleiten. Mittlerweile koordiniert er die eingehenden Aufträge in der Leitstelle der ZWD.

Der Begleitservice ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18:30 Uhr für die
Kunden da. Das Einzige, was sie dafür tun müssen, ist einen Tag vorher
telefonisch unter 0211.582-3456 ihren Wunschtermin zu vereinbaren.

Autor:

Andrea Becker aus Essen-Borbeck

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