special scottish...

the piper
18Bilder

Während unsere Vorderreifen weiterhin Richtung Norden zeigen, konnten wir einige typische Schottland-Eindrücke sammeln:
An erster Stelle sei die Mentalität der Schotten genannt. Wir haben bislang durchweg im Umgang sehr höfliche, auf der Strasse äußerst disziplinierte, im Bedarfsfall ausgesprochen hilfsbereite und ständig kontaktfreudige Schotten kennengelernt – wenn auch nicht immer verstanden.

Sehen und Besichtigen

In den Lowlands rollten wir durch Landschaften, die unsere Transalps schon von den kürzlichen Ausflügen ins Weserbergland oder den Westerwald gewohnt waren.
Bei den Steilküsten im Osten gerieten sie jedoch ins Staunen und wollten ihre schwungvollen Kurvenfahrten nur sehr ungern für Fotostopps unterbrechen.
Also wurden sie an einem der vielen imposanten Castles oder in der Nähe eines schottischen Lochs, wie die Seen hier heißen, geparkt. Wahrscheinlich neben einer der roten Telefonzellen, die selbst an den verlassensten Orten nicht fehlen.
Während Galloways zum Glück immer und Schafe in der Regel dort bleiben, wo es vorgesehen ist, konnten Kaninchen und Eichhörnchen des öftern aus (aller-) nächster Nähe betrachtet werden. Erfreulicherweise sind dies die bisher einzigen Begegnungen mit der heimischen Fauna, die berüchtigten Midges haben noch nicht zugestochen! Vielleicht ist es ihnen auch zu kalt? Zu trocken sicherlich nicht!

Wetterkapriolen

Wobei wir beim typisch schottischen Wetter wären: An einem Tag vier Jahreszeiten, so sagen die Schotten. Wir freuen uns also über jeden Tag ohne Schnee und genießen teilweise ganz untypische hochsommerliche Temperaturen. Zwar werden unsere Bikes mindestens einmal am Tag gewaschen, die Regenkombi kommt aber hauptsächlich als Windbreaker zum Einsatz.
Nach einem Motorradtag bei Wind und Wetter freut man sich auf eine gemütliche Unterkunft in einem B&B (Bed and Beaktfast) oder kleinen Hotel. Die Motorräder finden immer einen eigenen Platz und brauchen nicht angebunden werden. Die Zimmer selbst sind very british: gediegen mit viel Farbe und Mustern, Volants und Tütüs. Tee und Kaffee stehen bereit. Die Heizung böllert unaufhörlich und die Betten sind voluminös. Teppichboden verhindert Fußkälte - sogar im Bad.

Essen und Trinken

Noch spezieller als das Bed ist das Breakfast, wobei wir bei den speziellen kulinarischen „Highlights“ angelangt wären:
Ein „full scottish breakfast” bedeutet: Zunächst Cornflakes mit Milch, evtl. etwas Obst, dann pochierte oder gerührte Eier, Würstchen (Ursprung undefinierbar), Kartoffeln, Bohnen, Pilze und Tomaten, abgerundet mit zwei Scheiben Toast, Marmelade, Butter, Kaffe oder Tee. Besonders mutige ordern Haggis (Schafsinnereien) und Porridge (Haferschleim). Der nunmehr beschäftigte Magen kann frühestens Abends wieder etwas zu sich nehmen. Jetzt warten allerlei frittierte Herausforderungen: Fish and Chips, Burger, Pies, aber auch Pizza (diese auch gerne frittiert!) und wenn man Glück hat: ein Salat, in diesem Fall ganz naturbelassen. Gemüse findet auch Verwendung, überraschend lecker in Suppen. Zu allem werden Chips (dicke Fritten oder dünn aus der Tüte), Wedges (Kartoffelspalten) oder mashed potatoes (Püree) „serviert“, es sei denn man befindet sich in einem der weit verbreiteten Take-aways. Das scottish Breakfast am nächsten Morgen muss wohl ausfallen...
Den Abend beschließt man im geselligen Pub bei Bier und - wenn das „Bed“ in der Nähe ist - dem Nationalgetränk Whisky.
Mal sehen, welche "specials" die kaum bewohnten Highlands für uns bereithalten.

Autor:

Birgit und Ignatz Haan aus Emmerich am Rhein

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.