Fit durch den Winter, Teil vier: Laufserie des Kettwig Kurier und des Lauftreff Kettwig, diesmal: Typische Anfängerfehler

In der Gruppe läuft es sich einfach gut. Vor allem für Anfänger ist die Begleitung von erfahrenen Läufern wichtig und sehr hilfreich.
  • In der Gruppe läuft es sich einfach gut. Vor allem für Anfänger ist die Begleitung von erfahrenen Läufern wichtig und sehr hilfreich.
  • hochgeladen von Sven Krause

Im vierten Teil unserer Serie „Fit durch den Winter“ plaudert Lauftreff-Chefin Sandra Godlewski heute aus dem Nähkästchen über ihre eigenen Anfänger-Fehler. Außerdem gibt es Tipps für die richtige Ernährung und das richtige Trinkverhalten.

Aus dem Nähkästchen der eigenen, teilweise bitteren, Lauferfahrungen ihrer Anfangszeit plaudert Lauftreffleiterin Sandra Godlewski. Für sie eine der wichtigsten Lehren aus den ersten, schweren Trainingseinheiten ist eigentlich eine ganz einfache, dennoch umso wichtigere: „ Laufen Sie ganz locker und unverkrampft in nicht zu großen Schritten. Wählen Sie Ihr Lauftempo so, dass Sie sich jederzeit noch ohne Probleme unterhalten können und nicht das Gefühl haben, außer Atem zu sein.“

Eine alte Weisheit sagt zudem, „Sport ist in der Gruppe am schönsten“. Und dieses kann auch Godlewski nur bestätigen. Für Laufanfänger ist es viel einfacher, in einen Laufrhythmus zu kommen und vor allem den Spaß zu behalten, wenn sie zusammen mit einem erfahrenen Läufer unterwegs sind. Der kümmert sich gerne darum, dass man als Anfänger langsam losläuft und auch während des Trainings nicht überdreht. Ein ungeschriebenes Gesetz lautet zudem, dass sich eine Gruppe immer nach dem langsamsten Läufer richtet und auch immer zusammen ankommt.

"Ich war nach 500 Metern so fertig, dass ich nie wieder laufen gehen wollte. Und heute, zwei Jahre später, habe ich mehre Halbmarathonläufe und meinen ersten Mararthon hinter mir."

Will man lieber alleine laufen, dann sollte man sich aus dem Internet oder von einem befreundeten erfahrenen Läufer einen Trainingsplan ausarbeiten lassen oder besorgen sollte, an dem man sich auch halten sollte. Das bestätigt auch Godlewski: „ Mit so einem Leitfaden zur Orientierung kann man sicher sein, dass man nicht zu viel macht. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.“
Die Erkenntnis. die für Godlewski hinter dieser Weisheit steht, fußt auf einem typischen Anfängerfehler. „Meinen ersten Lauf wollte ich mit meinem Mann machen, der schon etwas mehr Lauferfahrung hatte, als ich zum damaligen Zeitpunkt. Wir wollten am Kattenturm starten und Richtung Werden laufen. Mein Mann wollte mit mir diese beschriebenen Intervalle machen, aber ich wusste es besser. Ich lief los und nach 500 m war ich so fertig, dass ich nur noch nach Hause wollte. Vor allem wollte ich meine Laufschuhe nie wieder anziehen.“
Doch der Ehrgeiz blieb ein treuer Begleiter von Godlewski. Nach kurzer Zeit schaffte sie den Schritt zum Lauftreff Kettwig. Von diesem Moment an war es dann nur ein kurzer Schritt zum Intervalltraining. Nach knapp zwei Jahren Training kann sie inzwischen auf mehrere erfolgreich absolvierte Halbmarathon- und einen erfolgreichen Marathonlauf zurückblicken. Keine schlechte Bilanz für eine Läuferin, die fast alle typischen Anfängerfehler beging und fast die Laufschuhe nach ersten Training in der einer dunklen Ecke hätte versauern lassen. Weitermachen lohnt sich also.

Autor:

Sven Krause aus Mülheim an der Ruhr

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