Verhinderter Sportsgeist

Das Runde muss ins Eckige, ein Spiel dauert 90 Minuten, Derby-Zauber und Sommermärchen. Nichts verbindet so viele Menschen auf einmal wie das Fußballspiel. Ob im Stadion, vor der Mattscheibe oder gar im Kleinen, wie auf dem heimischen Bolzplatz vor der Haustür.

Wackersteine in
den Weggelegt

Zahlreiche Anwohner aus Überruhr-Hinsel wird nun eines der liebsten Hobbys der Deutschen vermiest.
Durch den Bolzplatz im Park an der Selbachstraße verläuft nun eine steinerne Mauer, den geneigten Hobby-Kicker erwartet eine geteilte Fußballlandschaft. Viele sehen in den großen Steinfindlingen, die das Spielfeld halbieren, gar eine Gefahrenquelle für die Spieler. Auslöser für diese Maßnahme waren Beschwerden von Anwohnern, die der Lärmbelästigung, verursacht durch überschwänglich begeisterte Stürmer und Torhüter, nichts als Kopfschütteln entgegnen konnten.
Kontrollen durch Ordnungsbeamte verhindern mittlerweile, dass über 15-Jährige den Bolzplatz nutzen. Wie strikt die Beamten vorgehen, zeigt sich am Beispiel des lieben Opas, der seinem zehnjährigen Enkel das runde Leder näher bringen wollte. Dafür erhielt er einen Platzverweis.
„Grün und Gruga“, zuständig für die Verwaltung des Platzes, hat ganz eigene Vorstellungen von gesitteten Spielregeln. Noch in der ersten Hälfte des Jahres will man sogenannte Multitore anbringen lassen. Ein Basketballplatz sowie ein Kletterparcour sollen auch Teil dieser Pläne sein. Nicht die schlechteste Idee. Die Teilung jedoch bleibt erhalten, es soll lediglich eine Sitzmauer auf den Steinfindlingen errichtet werden.
Also keine Zukunft für eine einig Deutsche Fußballlandschaft in Überruhr-Hinsel.
Was bleibt den Fußballfans vor Ort nun für eine Wahl?
Die Fußballschuhe erstmal an den Nagel hängen ist sicherlich keine Lösung für einen echten Sportler.

Keine Chance
für Hobbykicker?

Es bleibt also nur abzuwarten, wie eine Koexistenz von Fußball- und Basketballfeld, Kletterparcours und Spielplatz funktioniert. Und das auf einer Fläche, die nicht annähernd an die Größe eines richtigen Fußballfeldes rankommt.
Cleveres Spiel hört da auf, wo Unsportlichkeit anfängt.

Autor:

Niklas Cordes aus Essen-Ruhr

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